Kurzfilm „Suchtprävention“ mit Toximan und der Rainald von Dassel Schule

Es geht in diesem Film um das Dazugehörigkeitsgefühl. Eines der stärksten Gefühle welches junge Menschen manchmal zu Dingen verleitet. Der Jugendliche ist sich der Tragweite und der Konsequenzen nicht bewusst.

Konsum und Missbrauch von Alkohol und Tabak sowie Cannabis beginnen meist im Jugendalter. Darüber hinaus sollen auch die neuen gefährlichen synthetische Drogen, bekannt als Legal Highs (Badesalz oder Kräutermischungen) sowie Crystal Meth und andere illegalen Drogen unter die Lupe genommen werden. Daher ist es wichtig, mit der Prävention bereits zu dieser Zeit anzusetzen. Aktuelle Studien verweisen zwar auf den Rückgang von Alkohol- und Tabakkonsum unter Jugendlichen, warnen gleichzeitig jedoch davor, dass immer noch zu viele junge Menschen regelmäßig riskantes Konsumverhalten an den Tag legen

Präventionsmaßnahmen erweisen sich dann als besonders wirksam, wenn sie unter Gleichaltrigen erfolgen und kreativ umgestzt werde. Im Rahmen des geplanten Projektes sollen daher Jugendliche (Schülerinnen und Schüler der Rainald-von-Dassel -Schule ) mit Unterstützung des Projektleiters Wolfgang Sosnowski , einem weiteren Suchtexperten Mathias Wald einen Film drehen, in denen Ursachen, Auswirkungen und Lösungsmöglichkeiten in Bezug auf Missbrauch von Alkohol und Zigaretten verdeutlicht werden. Es soll gewissermaßen ein Alltag gezeigt werden in der Schule. Mit welchen Kontaktpunkten haben die Jugendliche in der Schule in Bezug auf Drogen und Rauschmitteln.

Die fertigen Filme werden anschließend im Schulunterricht gezeigt und gemeinsam mit den SchülerInnen reflektiert.

Hier das Making of mit Interviews

Ich als Autor im „Großen Handbuch Schulkultur“ von Jutta Sengpiel und Dieter Smolka

Erscheinungstermin: 15.06.2018

1. Auflage 2018
ca. 816 Seiten
Carl Link Verlag

von Jutta Sengpiel (Hrsg.) / Dieter Smolka (Hrsg.)

Produktinformationen „Das große Handbuch Schulkultur“

Jeder wünscht sich eine Schule, in der sich alle wohlfühlen und in der das Lernen Spaß macht. Mit Sicherheit auch Sie! Ein Zustand, der nicht an allen Schulen herrscht und der auch nur selten von alleine wächst. Dabei kann ein gutes Schulklima schon mit kleinen Schritten erfolgreich angetrieben werden.
Die wichtigste Voraussetzung für gute Lehr- und Lernleistungen, die Identifikation mit der eigenen Schule und auch für die Qualitätsentwicklung insgesamt ist eine gelebte Schulkultur.
Aber wie schaffen Sie es als Schulleitung, eine lebendige und wertschätzende Schulgemeinschaft aufzubauen?
Dieses umfangreiche Standardwerk bietet Ihnen wertvolle und praxisorientierte Strategien für eine gelingende Schulkultur auch an Ihrer Schule!

Aus dem Inhalt:

  • Gestaltung der Schule als Lern- und Lebensraum
  • Innovative Konzepte für eine demokratische Schulkultur
  • Umgang mit Vielfalt – soziales Lernen leben
  • Gemeinsam gesunde Schule entwickeln
  • Außerschulische Kooperation und erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit

Suchtprävention durch die Entwicklung persönlicher Kompetenzen

MATHIAS WALD

Einleitung

Zeitgemäße Suchtprävention in der Schule ist wichtig. Schülerinnen und Schüler sind vielen Einflüssen ausgesetzt und haben eine große Anzahl möglicher Informationsquellen. Verharmlosung, Desinformation, sozialer Druck und die eigene Orientierungslosigkeit sind Faktoren, die bei Jugendlichen den Erstkontakt mit legalen und illegalen Drogen begleiten und häufig zu Fehleinschätzungen führen. Suchtprävention in der Schule ist deshalb so wichtig, weil die Gefahren, die von diesen Substanzen ausgehen, so große Schäden hinterlassen können. In Schulen befinden sich Jugendliche in einem stark ihre Entwicklung bestimmenden Umfeld. Schulen sollen das Wissen um die gesundheitlichen Gefahren des Drogenkonsums und die juristischen Konsequenzen von Konsum und Drogenhandel vermitteln und Jugendliche zu eigenverantwortlichen Entscheidungen führen. Wenn Sucht in der Schule zu einem Thema wird und Jugendliche sich bewusst gegen Drogen und für ein starkes und selbstbestimmtes Leben entscheiden, hat Suchtprävention in der Schule einen großen Beitrag geleistet. Pädagogen gelingt es aber nicht immer, in den Spannungsfeldern der Schule die Jugendlichen beim Thema Sucht und Drogen zu erreichen. Wichtig sind hier positive Vorbilder und Experten, die Jugendliche bei einem Nein zu Drogen bestärken.

Begriffsbestimmung: Was ist »Sucht«?

Als Sucht gilt eine krankhafte, zwanghafte Abhängigkeit von Stoffen oder von Verhaltensweisen. Unterschieden wird zwischen stoffgebundener Abhängigkeit wie bei Alkohol, Cannabis, Zigaretten usw. und der stoffungebundenen Abhängigkeit wie bei Mager-, Spiel-, Kauf- oder Computersucht. Symptombezogen wird noch unterschieden zwischen seelischer (psychischer) und körperlicher (physischer) Abhängigkeit. Die psychische Abhängigkeit entsteht oft aus einer Lernerfahrung, etwa »wenn ich vorher einen Schnaps trinke/eine Zigarette rauche/eine Beruhigungstablette nehme/einen Joint rauche, dann fällt mir die Arbeit viel leichter. «In der weiteren Entwicklung wird der Suchtstoff als notwendiges oder alleiniges Hilfsmittel zum Erreichen des Ziels wahrgenommen, und »ohne den geht nichts mehr«.

Gemeinsam gesunde Schule entwickeln

Bei physischer Abhängigkeit reagiert der Körper auf die regelmäßige Zufuhr eines Stoffes und stellt den Stoffwechsel entsprechend um. Wird der Stoff nicht mehr zugeführt, reagiert der Körper mit Entzugserscheinungen, die abklingen, wenn das Suchtmittel erneut eingenommen wird. Nicht jeder Gebrauch oder Genuss ist aber gleich eine Sucht. Meist geschieht eine Entwicklung vom Gebrauch über den Missbrauch bis zur Gewöhnung und schließlich in eine Abhängigkeit. Die Grenzen sind ebenso fließend und individuell wie die damit verbundenen Gefahren. So ist eine Gewöhnung an und sogar Abhängigkeit von Nikotin gesellschaftlich»akzeptiert«, obwohl sie Familienmitgliedern und Umfeld ernsthaften Schaden zufügt. Als Drogen werden Stoffe bezeichnet, die auf das zentrale Nervensystem wirken und in die natürlichen körperlichen Vorgänge eingreifen. »Legale Drogen« sind alle im Handel erhältlichen Stoffe von Zigaretten bis Medikamente und »illegale Drogen«, eben jene mit Straftaten verbundenen Stoffe, sei es der Besitz oder der Handel damit.

Jugendadäquate, sachliche und emotionale Aufklärung

Drogen und Suchtprävention sind kein neues Thema, und doch halten sich viele Behauptungen,falsche Annahmen und Unwissenheit konstant in der öffentlichen Diskussion und damit in der Einschätzung vieler Eltern. Hatten Eltern wenig bis keinen Kontakt mit Suchtprävention, so sind sie häufig mit dem Drogenkonsum der Kinder überfordert oder nehmen die Indikatoren falsch wahr. Unwissenheit, Scham und Angst tragen zu Fehleinschätzungen und Passivität bei. Die Aufgabe der Suchtprävention und Aufklärung wird passiv und aktiv der Schule zugeschoben.

Schule kann und sollte die Jugendlichen für Suchtprävention auf drei Ebenen ansprechen:

Mit adäquat aufbereiteten Informationen, die in den verschiedenen Altersstufen auf unterschiedliche Suchtproblematiken eingehen. Zumeist erfolgt der Erstkontakt im familiären Umfeld und in Form von legalen Drogen. Wie wird in der Familie mit Zigaretten und Alkohol umgegangen, welche Gefahren liegen darin und wie können Kinder Nein sagen und eine Position einnehmen und vertreten, die sich mit dem Verhalten der Familie nicht deckt? Bei Jugendlichen kommen eigene Erfahrungen mit legalen Drogen und dann vielleicht auch der Kontakt mit illegalen Drogen hinzu, die meist primär von Gruppenerfahrungen geprägt sind. Auch hier ist es Aufgabe, altersadäquate Herangehensweisen zu finden, die einen geschützten Rahmen für offenen Austausch ermöglichen. Eine Vielzahl guter Informationen und Materialien finden Schulen bei den Fachministerien und einschlägigen Fachverlagen.

Mit sachlich richtiger Information, die auch die Familien mit einbindet und auch dort für die Anzeichen und Gefahren von Drogenkonsum sensibilisiert. Die sachlich falschen Informationen, die immer noch sehr verbreitet bei Eltern festzustellen sind, sind ein bedeutender Punkt in der Suchtprävention. Hier geht es zu meinen um das eigene Gebrauchs- oder Missbrauchsverhalten beim Umgang mit meist legalen Drogen, aber auch um das faktische Wissen um die Vielzahl der Suchtgefahren. Was ist akzeptabler Gebrauch von z.B. Alkohol und wann wird aus Konsum eine Sucht? Noch viel schwieriger ist dies einzuschätzen bei Internetnutzung/Computernutzung. Was ist in dieser Altersstufe »normal«, was ist noch akzeptabel und was ist gefährlich? Und bei den illegalen Drogen handelt es sich für die allermeisten Eltern um völliges Neuland. Sie erkennen illegale Drogen eher an ungewöhnlicher »Verpackung«, Verstecken oder Heimlichkeiten der Kinder, als dass sie Crystal Meth, Kokain oder LSD wirklich erkennen, wenn sie vor ihnen liegen. Die typischen Verhaltensweisen und Anzeichen für spezifischen Drogenkonsum ebenso wie die unterschiedlichen Erscheinungsformen der illegalen Drogen und die Möglichkeiten des Konsums sollten allen Beteiligten, Lehrkräften, Eltern und Schüler/-innen bekannt sein. Noch wichtiger aber ist die Vermittlung der unterschiedlichen Gefahren, die von den Substanzen und vom Erstkonsum ausgehen. Grundlegend ist hier, die öffentliche Akzeptanz und die kurzfristige und langfristige Schädigung nicht in Ungleichgewicht zu bringen. Denn erstens sind legale Drogen wie Alkohol und Zigaretten in überproportionalem Verhältnis der erste Schritt in eine spätere Sucht, auch von illegalen Drogen. Und zweitens ist die unmittelbare oder kurzfristige Schädigung durch verschiedene illegale Drogen drastischer und sichtbarer, wie das Beispiel Crystal Meth abschreckend vor Augen führt. Dass aber regelmäßiger Alkohol- und Tabakkonsum langfristig zu ebenso vielen Krankheiten und vorzeitigen Todesfällen führt, sollte nicht außer Acht gelassen werden. »Nur ein bisschen« schädliche Drogen gibt es nach dieser Auffassung nicht.

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Mit emotionaler Aufklärung und Ansprache, denn es geht für jeden einzelnen um das eigene Leben, das eigene Überleben und um ein selbstbestimmtes Leben. Dieser Punkt ist es, der aus den Erfahrungen der letzten Jahre heraus den Unterschied macht, ob die vorangegangenen Informationen als solche abgespeichert oder verworfen werden und ob aus diesen Informationen echte Handlungsoptionen werden. Die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, ist die höchste Bewusstseinsstufe. Und in der schulischen Situation ebenso wie in Familien müssen sich Lehrkräfte und Eltern der Pflicht stellen, dies zu einem Teil für die Schüler/-innen zu übernehmen und sie auf den Weg der Selbstverantwortung bringen. Das ist eine Verpflichtung, die ich als die größte denkbare Verpflichtung für einen Menschen ansehe – die Verantwortung, einen Menschen zur Selbstverantwortung zu führen.

In den folgenden Abschnitten wird auf eben diese Punkte, Selbstverantwortung und Selbstwertgefühl, im Einzelnen eingegangen, um Suchtprävention durch die Entwicklung persönlicher Kompetenzen zu verdeutlichen. Präventionsarbeit kann demnach in jeder Altersstufe stattfinden, wenn die Inhalte altersadäquat, sachlich richtig und emotional ansprechend angeboten werden.

Im Grundschulalter stehen Grundkompetenzen im Vordergrund. Mit geeigneten Unterrichtsmaterialien werden Konfliktfähigkeit, Stressbewältigung, Selbstwahrnehmung und Problemlösungskompetenz gefördert.

In den Klassen fünf bis acht hat die Vorbildfunktion einen hohen Stellenwert: Stressbewältigung, Konfliktlösung und Frustrationstoleranz als normalen Bestandteil des Erwachsenwerdens vorzuleben und mit positiver Erwartungshaltung anzunehmen und zu lösen. In dieser Altersspanne werden auch die ersten Erfahrungen mit Drogen gemacht, meist von den legalen Drogen bis zu Cannabis. Kinder und Jugendliche stark zu machen, schon hier »Nein« zu sagen und bewusst Entscheidungen zu treffen, ist die Aufgabe von Lehrkräften und Eltern.

In der Oberstufe liegt der Schwerpunkt im Bereich der Risikoaufklärung und der Kompetenzförderung. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollen einen kritischen und selbstreflektierten Umgang mit Suchtgefahren kennenlernen. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Ausprobieren und gelegentlichem Konsum und andererseits regelmäßigem Konsum, der in die Sucht führen kann.

Die Abfrage des Wissensstandes in der Klasse kann erste Hinweise geben, mit welchen Themen und in welcher Tiefe sich einzelne schon mit Suchtgefahren auseinandergesetzt haben. Hier können auch Themen auftauchen, die weiteres Handeln oder eine weitere Beschäftigung möglich oder nötig machen. Nicht selten treten bei Jugendlichen mit Drogenerfahrungen auch die Entsprechungen in der Familie zutage.

Wie können die Jugendlichen selber damit umgehen, wie der Freundeskreis? Und wie geht eine Klasse mit dem Drogenkonsum einer Mitschülerin/eines Mitschülers um? Welcher Mangel soll hier kompensiert werden oder welche Glücksgefühle sollen hier wieder synthetisch hergestellt werden, die im täglichen Leben nicht ausreichend vorhanden sind? Und wie können Lehrkräfte und Schüler/-innen es schaffen, eigenen Mangel anzuerkennen und diesen nicht auf andere zu übertragen? Ein weiteres Thema, das bei der Vermittlung auftreten kann, ist Co-Abhängigkeit. Süchtige leiden an einem Mangel, der kompensiert werden soll. Aber wie und wie stark leiden die anderen mit? Wie leidet die Familie, wie die Mitschüler/-innen und wie leidet der Freundeskreis. Sorge, Angst, Scham und Unwissenheit spielen mit hinein, wenn im sozialen Umfeld mit einer Sucht umgegangen werden muss.

»Helikoptereltern« als Indikator erkennen

Sogenannte »Helikoptereltern«, habe ich als wachsenden Indikator für Suchtproblematiken gefunden, wenn Menschen mit stark eingeschränktem Vertrauen gegenüber ihren eigenen Fähigkeiten in die Erziehungssituation geraten. Die Eltern übertragen eine sich selbst verstärkende Emotionsspirale von Sorgen, Erwartungen, eigenen Entmutigungen und Machtlosigkeit auf die Kinder in dem Glauben, sie vor schlechten Erfahrungen oder gar Gefahren zu beschützen. Das Gegenteil ist der Fall, denn der stete Blick auf die negativen Gefühle und die möglichen Schwierigkeiten verstellen den Blick – nicht nur auf die möglichen positiven Entwicklungen, sondern auch auf die tatsächlichen positiven Eigenschaften, Möglichkeiten, und Ereignisse. Statt Kindern Hoffnung und Leichtigkeit mitzugeben, werden Angst, Sorge und Druck aufgebaut.

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Und was erhalten Eltern von diesen Kindern emotional zurück? Leid. Es sind Selbstzweifel,Unzufriedenheit, Perspektivlosigkeit und Ideenlosigkeit, die das Kind den Eltern zurückstrahlt und damit die Schleife in Gang hält. Hier muss hingeschaut werden. Wenn Kinder von zu Hause keine Ermutigung bekommen, haben häufig die Eltern ein Problem mit der eigenen Wertschätzung.

Leichtigkeit und Schwere – Komfortzone, Leidensfähigkeit

»Liebe und Angst sind die zwei Pole, zwischen denen ein glückliches Leben entstehen kann.

«Liebe und Angst sind die großen Energien, denen sich die meisten Gefühle zuordnen lassen. Das Wort »Liebe« stammt vom mittelhochdeutschen »liep« für »Gutes, Angenehmes,Wertes« und soll hier mit dem Begriff »Werte« assoziiert werden. Ein kleiner Exkurs soll verdeutlichen, warum Liebe als Platzhalter für die richtigen Werte im Leben das eigene Leben und die Wahrnehmung so entscheidend beeinflusst:

Liebe ist eine Empfindung und geht als solche jeder Wahrnehmung kognitionsbiologisch und damit unbewusst voraus. Liebe/Werte sind eine Setzung, die jede nachfolgende Wahrnehmung und jede entsprechende Interpretation davon leitet. Dies ist psychologisch oder neurobiologisch eine Umdeutung, soll hier aber als Platzhalter dienen, um die Pole zu verdeutlichen, zwischen denen ein glückliches Leben entstehen kann. Mit Angst verhält es sich ebenso, denn auch Angst kann jede Wahrnehmung leiten.

Leichtigkeit und Schwere sind die Wahlmöglichkeiten, die in der Betrachtung von außen den Lebensweg anderer, die Lebensführung, den Erfolg, die Ausstrahlung prägen. »Sie hat so eine Leichtigkeit!« oder »Er nimmt alles immer so schwer« sind Metaphern, die dies für uns umgangssprachlich verdeutlichen. Aber wie so oft liegt diesen Metaphern eine wichtige Wahrheit zugrunde. Jeder kann sich jeden Tag aufs Neue entscheiden: Gehe ich mit Leichtigkeit durchs Leben oder mit Schwere? Wie begegne ich anderen Menschen, wie nehme ich Aufgaben und wie blicke ich auf meinen Tag zurück? Ist das Glas halb voll oder halb leer? Kindern und Jugendlichen diese Einsicht zu vermitteln, ist so wichtig. Es ist lebensbestimmend. Denn jeder kann jeden Tag selbst entscheiden, ob der Regen die Hauptsache ist oder die Gewissheit, dass bald wieder die Sonne scheinen wird. Schwere oder Angst sind keine guten Wegbegleiter. Pessimismus bei den eigenen Erwartungen, Zweifel an meinen Fähigkeiten, Sorgen über eine unbestimmte Zukunft oder Eifersucht gegenüber anderen zwingen die Gedanken in negative Schleifen. Je mehr Angst und Schwere in meinem Leben herrschen, desto mehr weitere Ängste werde ich finden und auf mich laden.

Die meisten Ängste, die man verspürt, treten aber nie ein.

Wenn Kindern und Jugendlichen der Weg gezeigt wird, mit den richtigen Werten und Leichtigkeit zu leben, wird vieles auch leichter fallen. Mit einer positiven Erwartung werden die Erfolge stärker wahrgenommen. Probleme sind dann keine Hindernisse,sondern notwendige Schritte auf dem Weg zum Erfolg. Aus Hoffnung wird Gewissheit und Freude. Die »Wert«-Schätzung der eigenen Taten steigt und damit das Gefühl, selbst»wert«-voll zu sein, als Mensch für mich und für andere einen ganz eigenen Wert zuhaben. Junge Menschen werden sich ihrer selbst bewusst, »selbstbewusst«.

Mit den richtigen Werten zu leben, mit dieser Voraussetzung das eigene Leben zu betrachten, verändert die Wirklichkeit. Es ist eine bewusste Entscheidung, auf diese Art wahrzunehmen. Diese bewusste Entscheidung sollte allen Kindern und Jugendlichen ermöglicht werden, um selbst zwischen Leichtigkeit und Schwere, zwischen Liebe und Angst wählen zu können.

Dieser Schritt zur Entscheidung ist aber für Kinder und Jugendliche und auch für Erwachsene nicht immer leicht zu gehen. Viele haben sind in ihrer Komfortzone eingerichtet und ziehen das Urteilen dem Verstehen vor. Andere zu beurteilen und das Umfeld zu bewerten ist viel leichter, als sich selbst zu hinterfragen. Und sich selber zu verändern, ist noch viel schwerer. Auch Jugendliche gehen lieber in die Opferrolle, in der es die äußeren Zwänge sind, die das eigene Leben bestimmen und die nun mal nicht zu ändern sind. Wenn ich passiv ausgeliefert bin, kann ich nichts ändern, dann brauche ich mich selber auch nicht zu ändern. Im Zweifelsfall bringt es ja sowieso nichts. Betroffene bleiben lieber in der Opferrolle und leiden selbst, anstatt aktiv an den eigenen Glaubenssätzen und Einstellungen zu arbeiten. Und das kann so weit gehen, bis psychische Störung und oft danach auch körperliche Erkrankungen (psychosomatische Erkrankung) auftreten.

Wiederkehrende Ursachen, Struktur und Ordnung

»Rituale und Strukturen bieten auch in stürmischen Zeiten Halt.«

Ordnung innen wie außen ist etwas, das sich immer wieder bestätigt hat. Die Ordnung im Zimmer, auf dem Schreibtisch, in der Wochenplanung oder beim Erledigen von Aufgaben ist immer auch ein Spiegel der Ordnung im Kopf. Kinder und Jugendliche werden in der Schule ab der ersten Klasse an Strukturen und Ordnungen gewöhnt. Wenn diese Strukturen und Ordnungen sich aber in der Familie nicht wiederfinden, muss dort Hilfestellung angeboten werden.

Viele Drogensüchtige berichten, dass besonders in der eigenen Familie Strukturen, Ordnung und Regeln gefehlt haben: Vom fehlenden gemeinsamen Essen über Ordnung im Haus und im Zimmer bis zu Mediennutzungszeiten und Konsequenzen bei Regelverstößen.

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Die wiederholte Erfahrung »Das ist so und es ist gut so, weil es funktioniert und ich mich darauf verlassen kann« ist eine Grundannahme, die Kinder und Jugendliche verankern müssen. Denn hieran machen sich viele weitere Werte und Regeln des Zusammenlebens fest. Auch die Erfahrung, dass sich andere an Strukturen halten, ist wichtig. Wenn Unterricht zu festgelegten Zeiten beginnt, wenn zum Trainingsbeginn alle umgezogen da sind, wenn es Tage mit Fernsehen bis 22 Uhr gibt und andere, an denen alle auf Fernsehen verzichten und miteinander spielen. Und wenn beispielsweise verabredet ist, dass das Kind um 18 Uhr zu Hause ist und dafür dann auch das Essen vorbereitet ist, wird die Sinnhaftigkeit von Struktur und Ordnung erlebbar und verständlich.

Die eigenen Gefühle erkennen – Verantwortung übernehmen

»Nur noch Liebe und Wahrheit leben.«

Verantwortung nicht nur für die eigenen Taten, sondern zuerst einmal für die eigenen Gefühle zu übernehmen, ist ein großer und wichtiger Schritt. Die eigenen Gefühle entstehen immer auf der Basis eines Wertegefüges und einer Setzung. Wird Positives erwartet,werden Ereignisse auch eher positiv wahrgenommen und andersherum.Um die eigenen Gefühle zu erkennen, muss man zu sich selbst ehrlich sein. Keine Komfortzone, keine Ausreden, keine Schuldzuweisungen. Die Gefühle müssen in jedem selbst wahr werden, man muss ihrer gewahr werden, jedes Gefühl annehmen und anerkennen. Positive wie auch negative Gefühle. Neid, Eifersucht oder Wut sind Gefühle, die echt und berechtigt sind. Diese Gefühle können auch Jugendliche verstehen und lernen, sie anzunehmen. Es ist okay, solche Gefühle zu haben.

Wichtig ist dann wieder der Schritt zurück in die Reflexion:

Nicht andere sind dafür verantwortlich, wenn ich das empfinde, sondern diese Gefühle kommen aus mir.

Woher kommen diese Gefühle? Was ist die zurückliegende Erfahrung, die das Gefühl auslöst?

Was machen diese Gefühle mit mir?

Kann ich dieses Gefühl annehmen als mein Gefühl, das nur in mir besteht?

Kann ich das Gefühl als »wahr« annehmen und in mir bewahren, an mir haften lassen,»wahr-haftig« werden lassen?

Und schließlich dieses Gefühl anerkennen und auflösen, indem ich es durch einen Wert aus mir selbst, mit meinem Selbst-Wert, ersetze.

Was ich damit meine, kann an Beispielen gezeigt werden: Ich empfinde Neid. Aber ich erkenne an, dass andere etwas haben oder schaffen und ich noch nicht. Meine Fähigkeit, Anerkennung zu geben und zu erhalten, wächst. Ich ersetze Neid durch Anerkennung.

Ich empfinde Unzufriedenheit. Aber ich erarbeite mir den Grund meiner Unzufriedenheit und lerne, das bereits Erreichte mit mehr Wert zu schätzen. Meine eigene Wertschätzung steigt. Ich ersetze Unzufriedenheit durch Wertschätzung.

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben eine Kette von Einsichten entstehen lassen,

die aus einem mutlosen und unselbstständigen Drogenabhängigen einen erfolgreichen, positiven und glücklichen Menschen gemacht haben:

Erkenne die eigenen Gefühle.

Verstehe die Werte in Deinem Leben.

Übernimm Verantwortung für Deine Gefühle.

Löse negative Gefühle durch positive Gefühle auf.

Setze Dir Ziele.

Lebe in Liebe und Wahrheit.

Das gesunde Selbstwertgefühl im Mittelpunkt

Wer kennt es nicht, manchmal fühlt sich das Leben wie ein Auto an, bei dem wir nur in den zweiten Gang schalten können, weil die höheren Gänge klemmen. Das Leben kommt nicht richtig in Fahrt, wir sitzen zu Hause, verkrampfen aufgrund von Ängsten, Selbstzweifeln und dem ständigen Streben nach der positiven Meinung anderer. Andere führen ein schönes Leben, haben Spaß, Freunde und Selbstbewusstsein im Überfluss.

So oder ähnlich geht es besonders vielen Jugendlichen. Aber es ist wichtig, so ein Verhaltensmuster abzulegen, weil wir nur dieses Leben haben und es schnell vorbei ist.

Grundgedanken, die Jugendlichen für ein gesundes Selbstwertgefühl mitgegeben werden sollten, sind etwa:

Probiere es mit Anerkennung für Dich selbst und schau, was passiert.

Es geht nicht darum, besser zu sein als andere. Es wird immer irgendwo jemanden geben, der besser ist. Der einzige Mensch, mit dem Du Dich messen solltest, ist der Mensch, der Du gestern warst.

Die meisten Menschen überschätzen, was sie nicht sind, und unterschätzen, was sie sind.

Du bist sehr machtvoll. Aber nur, wenn Du weißt, dass Du es bist.

Wenn Du erkennst, dass es Dir an nichts fehlt, gehört Dir die ganze Welt.

Wir dürfen uns nicht durch die begrenzten Vorstellungen, die andere von uns haben, einschränken lassen.

Ganz wichtig ist, dass zwar manchen Menschen ein gewisses Maß an Selbstvertrauen in die Wiege gelegt wird, es aber auf jeden Fall möglich ist, sich Selbstvertrauen wie eine Fähigkeit anzueignen und zu trainieren. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass Videoworkshop seine erfolgreiche Möglichkeit hierfür bieten. Die Selbstreflexion und der Perspektivwechsel sind technisch bedingt schon eingebaut und die einmaligen Erfahrungen beim Filmdreh und die Begeisterung für anspruchsvolles, technisches Equipment begeistern Kinder und Jugendliche in höchstem Maße.

Praxis der Prävention und Intervention in Schule und Unterricht

Ich möchte Lehrkräfte und generell alle mit Kindern und Jugendlichen Betraute, ob in Schule, Verein, Ausbildung oder Ehrenamt, ermutigen, ein Leben in Leichtigkeit zu führen, mit Liebe und Wahrheit. Und im Besonderen alle Eltern, die damit den vielleicht wichtigsten Beitrag für ein glückliches und selbstbestimmtes Leben der Kinder leisten. Lehrkräfte können als Lernbegleiter wertvolle Hilfestellung geben. Die besondere Situation der Schule kann aber auch einiges schwieriger machen und die eigenen oder auch gemeinsamen Erfahrungen können den Blick verstellen. Eine externe Hilfe oder externer Rat von Fachkundigen für Vortrag, Input oder Workshop ist meist besser geeignet, neue Sichtachsen zu erschließen und eine Selbstreflexion aller Beteiligten zu ermöglichen. Damit Lehrkräfte einige Ideen bekommen, welche Herangehensweisen und Methoden von mir und anderen Sucht-Experten erfolgreich angewendet wurden und wie Sie Sucht-Prävention fächerübergreifend umsetzen können, möchte ich im Folgenden einige Praxisbeispiele aufzeigen und Referentinnen und Referenten vorstellen, die Bundes weit für das Thema Suchtprävention unterwegs sind. Von diesem Erfahrungsschatz können Schulen auf vielfältige Art profitieren.

Praxisbeispiele

Der Kurzfilm-Workshop.

Bei Kurzfilm-Workshops kann man verschiedene Rollen vor und hinter der Kamera selbst erleben. Und es werden Kreativität, Teamwork, Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit und vieles mehr benötigt, um die selbst geschriebene Geschichte im Kurzfilm zu erzählen.

Die Teilnehmer können ihren Anteil am Teamergebnis selbst bestimmen und ganz praktisch im Film verschiedene Sichtachsen einnehmen – auf die Szene und auf sich selbst. Im Zwei-Tage-Workshop werden sechs verschiedene Schritte durchlaufen:

(1) Sensibilisierung – für sich selber und andere Teilnehmer.

(2) Einfühlen – in verschiedene Rollen im Film und verschiedene Gefühls- und Denkwelten.

(3) Selbstreflexion – im eigenen Tempo die eigenen Rollen verstehen.

(4) Kreativität – ein Storyboard erarbeiten und etwas Neues entstehen lassen.

(5) Teambildung – jeder trägt zum gemeinsamen Ergebnis bei und entwickelt ein Teamgefühl.

(6) Anerkennung – mit dem eigenen Projektergebnis erfahren die Teilnehmer Lob und Anerkennung.

Eingerahmt von Gesprächen und mit pädagogischer Unterstützung können Jugendliche eigene Erfahrungen wiedergeben und sich selber auf die Suche nach Sinn und Glück für ihr Leben machen. So entsteht bei diesem Projekt ein Kurzfilm, in dem die Jugendlichen alle Rollen vor und hinter der Kamera übernehmen.

Bewusstmachung und konfrontatives Lernen

Es gibt viele immer wiederkehrende Aspekte, warum Jugendliche ersten Kontakt mit Drogen haben oder eine Suchtproblematik entwickeln. Dazu zählen Gruppenzwang, schlechte Vorbilder, Schlank sein wollen, Entspannung, geringes Selbstbewusstsein, Neugier, Stress, Probleme, älter wirken wollen uvm. Diese und weitere Motive können in Rollenspielen erkannt und durchgespielt werden, um Jugendliche mit falschen Annahmen und Rollenverhalten zu konfrontieren und die Möglichkeit zu geben, zu eigenen und freien Entscheidungen zu kommen. Viele der unten aufgeführten Fach-Referentinnen und Fach-Referenten bieten hierzu Workshops an.

Bildung eines Suchtpräventionsteams

Ein erster Schritt eines Suchtpräventionsteams ist, ein schulinternes Fortbildungs angebot zu suchtpräventiven Themen zu gestalten, das offen ist für Lehrende und auch für Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern, schulpsychologische Fachkräfte, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter oder andere Fachkräfte. Diese Interessentengruppe wird von Fachkräften geschult in Themen wie Erkennen von Suchtmittelkonsum und Suchtverhalten, Präventionsmaßnahmen und Finden von Hilfsangeboten wie z.B. Suchtberatung, Erziehungsberatung, Jugendamt. Das Suchtpräventionsteam kann unterstützende Einzel- und Teamberatung zur Planung und Umsetzung von Unterrichtsvorhaben und Projekten anbieten oder selbst Projekte entwickeln.

Das Bereitstellen von Unterrichts- und Informationsmaterialien und Handreichungen kann ebenso zu den Möglichkeiten gehören, wie Elternabende oder andere Aktivitäten voranzutreiben.

Projektwoche

Projektwochen bieten für alle Klassen die Möglichkeit, alters adäquate Herangehensweisen für die Themen Sucht und Drogen zu finden. Wichtige Inhalte sind dabei

Aufklärung und Information, damit Kinder und Jugendliche Verharmlosungsstrategien etwas entgegenstellen können;

Gesundheitliche und juristische Konsequenzen von Sucht und Drogenkonsum;

Stärkung der Persönlichkeit;

Lernen von Vorbildern;

Verantwortung für das eigene Handeln und Leben zu übernehmen.

Vor Beginn einer Projektwoche empfiehlt es sich, die Eltern zu informieren und etwa die Termine der Expertengespräche bekannt zu geben und auch gegebenenfalls über Sorgen und Ängste ins Gespräch zu kommen. Eltern sind zwar oft froh und entlastet, wenn in der Schule dieses Thema aufgegriffen wird, befürchten aber, dass Jugendliche gerade erst animiert werden, legale oder illegale Drogen zu probieren. Die Möglichkeit von Kontakt mit z. B. Cannabisprodukten schließen Eltern bei anonymen Umfragen oft nahezu aus.

Hier klaffen mitunter die Einschätzungen der Eltern sowie auch der Lehrkräfte und die Realität der Kinder auseinander. Viele weitere Ideen und Praxisbeispiele können eine Reihe von Kolleginnen und Kollegen weitergeben, die im Themenfeld Suchtprävention auf verschiedene Arten aktiv sind. Viele sind in einem neu entstandenen Netzwerk für Suchtprävention aktiv, der F-Foundation.

Das Selbstverständnis der F-Foundation (https://www.f-foundation.org):

»Wir verstehen uns als moderne, gemeinnützige, interdisziplinäre und proaktiv-philanthropische Organisation. Unser Ziel ist es, das Phänomen der Sucht durch das Erzählen unserer eigenen Kranken- und vor allem unserer Heilungsgeschichten zu präventiv zu wirken.

Unter www.f-foundation.org finden Sie zahlreiche Experten und Fachreferenten, die Suchtprävention zu ihrem Thema gemacht haben und für Schulen verschiedene Angebote haben wie Vorträge, Lesungen, Theaterprojekt oder aktive Workshops.

Fach-Referentinnen und – Referenten für Präventions -Angebote

Mathias Wald – Leichtigkeit und Schwere

Kurzvita:

Mathias Wald ist Fotograf, Filmemacher und Inhaber einer Werbeagentur in Fulda mit fünf Mitarbeiter/-innen und Auszubildenden. Doch vor seiner erfolgreichen Karriere als Unternehmer war er drogenabhängig – inklusive einer drogenindizierten Psychose mit Schizophrenie, Wahnvorstellungen und einem zweijährigen ambulanten Klinikaufenthalt. Heute ist Mathias Wald neben seiner Tätigkeit als Unternehmer auch Vorbild, Experte, Redner und authentischer Lebens-Geschichten-Erzähler und berichtet glaubwürdig und ohne erhobenen Zeigefinger von den eigenen Erfahrungen. Für seine Sucht hat er persönlichen Preis bezahlt.

Angebot für Schulen und Ausbildungsstätten:

  1. Vortrag zur Suchtprävention aus der Erfahrung eines Ex- Drogenabhängigen
  2. Kurzfilm-Workshop zum Thema Sucht-Prävention und -Intervention

Kontakt:

https://www.mathias-wald.de

Anton Erhart – Ein Alkoholiker erzählt…

Kurzvita:

Geboren 1964 und aufgewachsen in Süddeutschland gerät Anton Erhart mit 15 Jahren regelmäßig an Alkohol und Zigaretten. Er verliert die Kontrolle über sein Leben, und Kriminalität, Gefängnis und Obdachlosigkeit sind die Folgen. Mit 32 Jahren übernimmt er Verantwortung als alleinerziehender Vater und beginnt eine stationäre Therapie und anschließende Suchthelferausbildung. Er ist in der Betreuung abhängigkeitskranker Menschen und als Gruppenleiter bei der örtlichen Fachstelle Sucht ehrenamtlich aktiv.

Angebot für Schulen und Ausbildungsstätten:

  1. Vorträge und Lesungen zum Thema »Ein Alkoholiker erzählt: Und ich meinte, mir kann das nicht passieren«.Kontakt:http://www.ein-alkoholiker-erzählt.deRainer Biesinger – Der Heavy Metal Coach®

Kurzvita:

Seine eigene Persönlichkeit vergleicht der ehemalige Politoxikomane (d.h. gleichzeitiger Konsum verschiedener Drogen) mit einem mächtigen, unkontrollierbaren und wilden Drachen, der seine Energie über viele Jahre hinweg zur Selbstzerstörung eingesetzt hat. Heute setzt der Drache sein Feuer als das Feuer der Veränderung – »The Fire of Change«– ein. Ein Feuer, das bei anderen Menschen die Bereitschaft und den Mut entfachen soll, ihr Schicksal bedingungslos selbst in die Hand zu nehmen und ihr Leben, wenn’s brennt, um 180 Grad zu verändern.

Angebot für Schulen und Ausbildungsstätten:

Vortrag »Sucht ist ein Scheißspiel!«

Kontakt:

www.Heavy-Metal-Coach.de, www.Rainer-Biesinger.de

Celia Elsdörfer – Mich mir zu erlauben

Kurzvita:

Celia Elsdörfer war schon lange sehr schlank, als ihr zum Ende ihres Jurastudiums klarwurde: »Ich bin magersüchtig und bulimisch.« Schlank sein war ihre Religion, ihre Erlösung.

Der Weg aus der Sucht hat sie neben dem juristischen Hauptberuf zur Ausbildung zum systemischen Coach und in die Präventionsarbeit gebracht. Der Fokus liegt auf der Arbeit mit Essgestörten und wie wir Essstörungen im Alltag entschieden begegnen können. Der Arbeitsansatz geht dahin, Balance mit sich und nicht gegen sich zu erreichen. Einfach

»Mich mir zu erlauben«.

Angebot für Schulen und Ausbildungsstätten:

Vortrag mit Diskussion zum Thema »Mein Gewicht in meinem Leben«

Kontakt:

www.keepweight.de, www.coaching-elsdoerfer.de

Katrin Zeddies – Ein Leben mit Borderline

Kurzvita:

Katrin Zeddies wurde 1980 in Berlin geboren, hat zwei Kinder und lebt in Partnerschaft.Schon früh in ihrem Leben beginnt sie, sich selbst zu verletzen. Als ausgebildete Psychologin mit 20 Jahren Therapieerfahrung und als Familientherapeutin kennt die Autorin und Fachfrau alle Facetten und die Herausforderungen aller Beteiligten. Für Borderline inklusive Selbstverletzung/Drogenkonsum ist sie Expertin aus Erfahrung, mittlerweile frei von Selbstverletzungen… Dies will Katrin Zeddies weitertragen, um Mut zu machen, aufzuklären und Jugendlichen, Eltern und Lehrenden einen Impuls zu geben, sich mit Selbst- und Fremdverletzungen auseinanderzusetzen.

Angebot für Schulen und Ausbildungsstätten:

Vorträge, Fortbildungen, Workshops und Lesungen für Jugendliche, Lehrende, Eltern zum Thema Selbstverletzung, Borderline, Drogenkonsum, Bulimie, Missbrauch am eigenen Körper.

Kontakt:

www.katrinzeddies.de, www.borderline-info.de

Bernd Goebel – Unheimlich-heimlich….habe ich getrunken

Kurzvita:

Bernd Goebel ist Jahrgang 1965, verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Die ersten Erfahrungen mit Alkohol machte er mit sechs. In der Pubertät kamen Beruhigungstabletten dazu und der stetige Abstieg in die Alkoholsucht. 2005 kam die Kehrtwende mit einer Entgiftung und anschließender einjähriger ambulanter Therapie. In seinem Buch »Unheimlich-heimlich….habe ich getrunken« hat er seine Erfahrungen niedergeschrieben und in über 100 Veranstaltungen in der Alkoholprävention seine Geschichte weitergegeben.

Angebot für Schulen und Ausbildungsstätten:

Vorträge und Autorenlesungen zum Thema: »Alkoholismus aus Sicht eines Alkoholikers, Berufstätigen und Familienvaters, der den Weg vom Genuss in die Abhängigkeit gegangen ist«.

Kontakt:

https://www.f-foundation.org

Wolfgang Sosnowski – TOXIMAN

Kurzvita:

Als ehemaliger Polytoxikomane (= Süchtiger mehrerer Substanzen) ging Wolfgang Sosnowski durch alle Phasen der Abhängigkeit bis hin zur Psychose. Heute lebt er seit 25 Jahren vollkommen drogenfrei und widmet sich mit allem Herzblut der Suchtprävention und Aufklärung Jugendlicher über Drogenkonsum aller Art. In den letzten 10 Jahren arbeitete er als Gesundheits- und Krankenpfleger mit einer Zusatzausbildung zum Kinder-, Jugend-und Familienberater in psychiatrischen Kliniken sowie Drogen- und Rehabilitationszentren in der Schweiz und Deutschland. Im Oktober2017 gründete er den Verein SuGe e.V. Göttingen (Sucht u. Gewaltprävention) und gleichzeitig erschien sein Buch »TOXIMAN – eine Kinderseele vergisst nie«.

Angebot für Schulen und Ausbildungsstätten:

Theaterstück »Toximan« mit Hauptdarsteller Wolfgang Sosnowski

Kontakt:

www.toximan.de

Marc Alexander Zahn – gegensucht.blog

Kurzvita:

Begonnen hat Marc Alexander Zahn seine Suchtkarriere als Teenager im Alter von 15Jahren. Aus gelegentlichem Kiffen wurde mit den Jahren eine Regelmäßigkeit.

Aus Marihuana wurde irgendwann Amphetamin, Kokain und viele weitere Drogen mehr. Erst am persönlichen Tiefpunkt, kurz bevor er seine Familie zu verlieren drohte, und er über Suizid nachdachte, war es ihm möglich, einen ernsthaften Weg raus aus der Sucht zu suchen. Marc hat eine Ausbildung zum Suchtkrankenhelfer absolviert und arbeitet nun ehrenamtlich in der Suchthilfe/-prävention. Er leitet eine Info- und Motivationsgruppe für junge Süchtige in Gießen und ist im Verein FöSu e.V. (Förderung ehrenamtlicher Suchtkrankenhelfer)engagiert.

Angebot für Schulen und Ausbildungsstätten:

Vorträge und Workshops zu illegalen Drogen, Legal Highs und das Hilfesystem für Drogenabhängige und Angehörige.

Kontakt:

https://gegensucht.blog

Jesse Dean – Coabhängigkeit und das Leid der Familien

Kurzvita:

Die Eltern von Jesse Dean waren 17-jährige Hippies. Und zusammen mit seinen Eltern nahm er Alkohol und Drogen bevor er Fahrrad fahren konnte.

In seiner Kindheit in Oklahoma, USA, war Jesse meist auf sich alleine gestellt und musste lernen, die alltäglichen Dinge alleine zu meistern und wurde mehrere Male das Opfer von Missbrauch.

Mit einem Stiefvater kamen Gewalt und Terror in sein Leben und Jesse begann, seine Mutter zu hassen, weil sie ihn schutzlos ausgeliefert hatte. Mit 12 entdeckte er für sich die Vorteile von extremer Aggression als Schutz und begann, Drogen von seinen Eltern zu klauen und diese an seine Freunde zu verkaufen. Gewaltbereitschaft und Zugang zu Drogen verschafften ihm Ansehen in seiner Clique. Aber über die Jahre wurde ihm klar, dass er genauso werden würde wie seine Eltern.

Mit 19 hat er Familie, Freunde und Umgebung ein für alle Mal hinter sich gelassen, um ein neues Leben anzufangen. Suchtprävention gibt ihm heute die Möglichkeit, aus seinen eigenen negativen Erfahrungen Positives zu bewirken und somit andere Menschen vor diesem Schicksal zu bewahren.

Angebot für Schulen und Ausbildungsstätten:

Vorträge und Workshops für Jugendliche und Auszubildende u.a. zu Sucht und Familie,Selbstbewusstsein und Gruppenzwang sowie Strategien für effektive Intervention.

Kontakt:

https://www.dean-suchtpraevention.de/

Dominik Forster – Klartext: Ein Ex-Junkie packt aus

Kurzvita:

Dominik Forster ist Ex-Junkie, Ex-Dealer, hat Jahre im Hochsicherheits-Jugendknast gesessen und ist heute clean und trocken, Bestsellerautor und besucht mit seiner Botschaft regelmäßig Schulklassen. Dominik kennt die Welt der Jugend, hört ihre Musik und spricht Ihre Sprache. Er ist authentisch und schonungslos ehrlich, wenn er bei rund 120 Schulen pro Jahr Veranstaltungen zur Drogenprävention hält. Dominik Forster hat seinen Weg in die Drogensucht und zurück ins Leben in zwei autobiographischen Büchern veröffentlicht, die mehrfach ausgezeichnet wurden.

Angebot für Schulen und Ausbildungsstätten:

  1. Lesung aus dem Aussteiger-Roman »crystal.klar«
  2. Vortrag und Workshop als Präventionsveranstaltungen für Schülerinnen, Schüler und Pädagogen.Kontakt:http://dominik-forster.de/

Interview mit Marco Böhme im Podcast – fall forward

Interview im Podcast: Vom „Drogenopfer“ zum erfolgreichen Unternehmer und Visionär. Mathias Wald hat „in die Hölle“ geschaut. Er war zwölf Jahre drogenabhängig, wurde als Drogendealer verhaftet, bekam eine Psychose und wollte sich umbringen.
Mathias Wald ist heute Speaker, Unternehmer, Filmemacher und Fotograf. Er arbeitet als Referent für Suchtprävention in Schulen und Unternehmen und bietet Präventionsmaßnahmen für Jugendliche und Erwachsene. Mathias Walds Motto: „Du bist der Pilot in Deinem eigenen Leben.“ Er erzählt als Redner über Liebe, Glück und Mut und wie er Sinn in sein Leben bekommen hat.

Suchtprävention in der Schule – Film Projekt mit Toximan und der Rainald von Dassel Schule

Was macht eine starke Persönlichkeit aus? Was müssen Schulen inzwischen leisten.

Suchtprävention – Film Projekt mit Toximan über zwei Tage mit dem team von MyByte Media und Mathias Wald

Meiner Erfahrung nach kann sich eine Persönlichkeit selbstbestimmt verändern. Ich selber habe es geschafft, meine Sprache, meine Wahrnehmung, meinen Filter im Leben auf die positive Seite zu konzentrieren. Es ist nicht so, dass ich Probleme nicht wahrnehme oder keine Angst verspüre. Aber ich nehme sie an und löse sie auf um sie zu verstehen.

Gefühle funktionieren häufig in einer Spiralwirkung und verstärken sich mit der Zeit. Negativ wie auch positiv.

Werte sind die Fixpunkte, an denen ich die Entwicklung der Gefühle verstärken kann. Als wichtigste Werte für ein selbstbestimmtes Leben erscheinen mir:

  • Vertrauen zu sich selbst
  • Selbst-Sicherheit
  • Selbst-Verantwortung
  • Achtsamkeit
  • Liebe/geliebt fühlen
  • Zugehörigkeit
  • Anerkennung
  • Mut
  • Gelassenheit
  • Offenheit
  • Selbstständigkeit
  • Wertschätzung

Vorschläge für Aktionen im Klassenverband:

  • Themen in Gruppenarbeit selbst erarbeiten
  • Selbsttest Persönlichkeit
  • Erarbeiten Sie sich mit den Kindern zusammen Werte und Wertevorstellungen
  • spielerisch dem Thema nähern – Rollenspiele
  • Visualisierung

 

Aktionen, die Sie mit externen Fachleuten durchführen können:

  • Arbeiten sie mit dem Medium Film – perfekt zum Reflektieren und um ein Ergebnis zu produzieren
  • Stichwort Theaterstück – kreative Herangehensweise
  • Vortrag eines Präventionsexperten: Schulveranstaltung, Elternabend
  • Erlebnispädagogische Maßnahmen z.B. im Wald, Klettern, Kanu, …
  • Die Begegnung mit Grenzerfahrungen
  • Sich selber fühlen durch Bewegung – Mind-Body Connection

Alle Theorie ist grau, und so empfehle ich an erster Stelle, ein selbstbestimmte Leben vorzuleben. Und wo das aus verschiedenen Gründen nicht geht auf Jugendadäquate, sachliche und emotionale Ansprache und Aufklärung zu setzen. Die Anleitung zur Selbstreflexion, je nach Altersstufe, ist nach meiner Erfahrung das erste Mittel der Wahl, weil die individuellen Ausprägungen und Details zu vielfältig für eine einheitliche Methode sind. Mit einem klaren Blick auf mich selbst wachsen die persönlichen Kompetenzen. Und das ist der wichtigste Schritt zur Suchtprävention.

Vortrag vor Auszubildenden zum Thema Suchtprävention

Dinge die wir nicht ändern können…aber selbstbestimmen

Mit legalen Drogen wie Tabak und Alkohol kommt sicherlich jeder Jugendliche in Kontakt. Hier sind die eigene Stärke und die Position in der Gruppe, die Erfahrungen in der Familie und die Aufklärung in den Bereichen Gesundheit und Selbstbestimmtheit und die eigene Persönlichkeitsentwicklung die Eckpfeiler, die den Kontakt und das Umgehen mit diesen Suchtstoffen bestimmen.

Wenn Jugendliche in den Kontakt mit illegalen Drogen kommen, steigt damit nicht nur das objektive Drogenrisiko in Form von Strafverfolgung, Kriminalität und sozialer Ausgrenzung. Mit der Illegalität steigt unter Umständen auch die Attraktivität innerhalb eines zerstörenden Umfeldes.

Der Schule und den Ausbildungsbetrieben kommen ein großes und immer größer werdendes Aufgabenfeld zu. Familien, Unternehmen, Universitäten oder Politik verweisen gerne auf die Schulen, wenn Defizite zu diskutieren sind. Das soll an dieser Stelle nicht thematisiert werden, es geht nie um Schuldzuweisungen, sondern um Hilfestellung für ein selbstbestimmtes Leben. Dies gilt ebenso für Lehrkräfte, Ausbilder wie für Eltern, die eben auch ein selbstbestimmtes Leben führen können müssen, um Kinder optimal fördern zu können.

Artikel im Magazin- Zukunft jetzt – Suchtprävention im Betrieb

Ich freue mich ganz besonders ein Teil des Magazins – „Zukunft jetzt“ geworden zu sein.

Stark machen, Nein zu sagen zu Drogen. Suchtprävention im Betrieb

„Der erste und wichtigste Schritt ist es, nicht den ersten Schritt zu gehen auf einem Weg in Drogenabhängigkeit.“

Arbeitgeber, Lehrkräfte, Erziehende und Eltern sind selten dabei, wenn Jugendliche die ersten Schritte auf dem Weg in eine Drogenabhängigkeit gehen. In den konkreten Situationen, wenn Jugendliche mit legalen oder illegalen Drogen in Kontakt kommen, können keine Ratschläge gegeben werden. Es werden meist keine Folgen, keine Gefahren, keine Konsequenzen abgewogen. Es ist eine Entscheidung im Moment: „Probiere ich diese Droge jetzt? Ja oder nein?“ Suchtprävention im Betrieb schafft Beziehungsebene.

Damit diese Entscheidung bewusst und richtig getroffen werden kann, müssen Rahmenbedingungen oft anders gesetzt – und muss selbstbestimmtes Leben anders erlebt worden sein. Eltern, Familie und Freunde sollen nie wieder das Leid der Co-Abhängigkeit spüren und durchleben müssen.

Jugendliche/Auszubildende brauchen eine erlebte Wirklichkeit, wo Träume und Ziele gelebt und nicht vergraben werden. Sie brauchen eine Lebenswirklichkeit, wo ein selbstbestimmtes Leben mit Sinn und Liebe gefüllt noch mehr wert ist. In dieser Wirklichkeit werden Jugendliche nicht mehr in eine seelische Abhängigkeit manövriert. Suchtprävention im Betrieb ist ein Stück Unternehmenskultur.

Die Vision meiner Vision ist es Mitarbeiter, Jugendliche zu sensibilisieren für ihre eigene Persönlichkeit ohne Fremdbestimmtheit und Suchtdruck. Und „Nein“ sagen zu können in den Momenten, wenn es wichtig ist. Denn Mitarbeiter und Jugendliche sollen nach den eigenen Maßstäben glücklich werden; und das ohne Drogenkonsum.

Suchtprävention in der Schule- Von Galen Schule – Fulda – Eltern Abends und Jugendliche Vormittags zum Thema Suchtprävention

Gute Suchtprävention in der Schule: Beziehungsebene und Rituale in der Schule und Zuhause

Alle Formen des gemeinsamen Lebens, in Schule, Familie, Verein oder Freundeskreis, basieren auf Beziehungsebenen, die die Teilnehmer zueinander aufbauen. Und diese Beziehungen orientieren sich an Werten: Gebe und erhalte ich Vertrauen, Wertschätzung, Sympathie, Ehrlichkeit u.v.m.

Im Besonderen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen zur Suchtprävention in der Schule ist eine Erfahrung bestimmend: Es darf nur erwartet werden, was auch gegeben wird.

Zu erwarten, dass Kinder respektvoll sind, wenn Erwachsene es nicht sind, verletzt die Beziehungsebene. Gleiches gilt für alle anderen Werte wie Ehrlichkeit, Wertschätzung und was auch immer wichtig erscheint.

Dieser Punkt ist entscheidend, denn in vielen Fällen wird Beziehungsebene gegen Machtebene vertauscht. Was erzeugt wird ist ein Machtgefälle, das zwangläufig Ohnmacht, Entmutigung, Angst und vielleicht auch Selbstzweifel hinterlässt. Eltern wie Lehrkräfte haben die Aufgabe, Kinder zu erhöhen und auf die nächste Stufe zu bringen, indem sie Kindern gleiche Ansprüche auf der Beziehungsebene zugestehen. Wenn ich von anderen Ehrlichkeit erwarte, kann das auch von mir erwartet werden. Denn damit erlebt die oder der andere selbst eine Stärkung des Wertes in unserer Beziehung. Das Selbstwertgefühl in unserer Beziehungsebene wächst.

Rituale bieten Momente, die Beziehungsebenen zu verdeutlichen und zu verstetigen. Welche Rituale für Klassen in Frage kommen hängt immer vom Alter, Verhalten oder der Klassenzusammensetzung ab. Nicht jedes Ritual ist wirklich immer sinnvoll. Lehrkräfte können situativ entscheiden, welche aufgeführten Riten in ihrem Unterricht umsetzbar sind.

• Begrüßungsrituale wie Lieder, Gebet, Tagesspruch

• Verabschiedungsrituale wie das Beste des Tages

• Tages- oder Wochenplan zur Aufgabenverteilung, besondere Leistungen, Lob und Kritik

• Klassenregeln

• Kummerkasten für Streit und Ärger, Wünsche

• Geburtstage

Gerade wenn bei Kindern und Jugendlichen bei der Suchtprävention in der Schule das eigene Selbstbild noch unsicher ist oder wenn im sozialen Umfeld Veränderungen, Unsicherheiten oder Brüche vorkommen, bieten Strukturen und Ordnung Haltepunkte, die unerschütterlich sind und an denen sich alles ein Stück weit ausrichten kann.

Vortrag zum Thema Suchtprävention in der Schule und Persönlichkeitsentwicklung mit Schülern am Vormittag und Abends mit Eltern in Ense

230 Schüler folgten meinen Ausführungen und stellten mir nach meiner Geschichte viele Fragen. Abends dürfte ich dann vor den Eltern sprechen und die Veranstaltung wurde dadurch eine Runde Sache.

Suchtprävention in der Schule ist immer ein Stück Persönlichkeitsentwicklung

Suchtprävention kann besonders in den Bereichen Bindungsfähigkeit, Vertrauen, Selbstvertrauen und natürlich Werte (Werte im Leben, Selbstwertgefühl, Wertschätzung) einen wertvollen Beitrag zum Unterricht und zur Schulkultur leisten.

Immer wenn gemeinsam eine Entwicklung stattfindet, entstehen wertvolle Bindungen. In der Schule und natürlich auch in der Familie. Diese Bindungen erlauben es, miteinander offen zu sein, Schwäche zu zeigen, Mut zuzusprechen.

Es ist aber für Kinder und Jugendliche schwer, in der Phase des erst wachsenden Selbstbewusstseins anderen gegenüber offen zu sein, wenn von dort mehr Ratschläge als Aufmerksamkeit kommt, wenn es mehr Verbote als Ideen gibt und wenn mehr Desinteresse als Anerkennung erlebt wird.

Kinder und Jugendliche finden die fehlende Aufmerksamkeit und Anerkennung im Freundeskreis und verschließen sich gegenüber Eltern und Lehrkräften. Hier liegt eine große Aufgabe in der Suchtprävention und in der Schulkultur, einen Rahmen zu schaffen für Wahrheit und Offenheit, für Anerkennung und Ordnung, einen Rahmen für Wahrheit und Liebe/Werte im täglichen Miteinander in der Schule. Das macht Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte stark gegen Sucht.

Sucht hat immer eine Geschichte. Was können Eltern tun… Erfolgreiche Veranstaltung mit der F-Foundation

Fulda. Der Vortragsredner (Speaker), Referent und ex. drogenabhängige Mathias Wald ist u.a. Geschäftsführer der gemeinnützigen Organisation „F.Foundation“ macht eine Infoveranstaltung. Die Fundation ist Schnittstelle zwischen Forschung, Politik und Gesellschaft. Ex- Süchtige und Suchtexperten aus den verschiedensten Bereichen haben sich zu einem Netzwerk zusammen geschlossen. So steht nicht nur die Drogensucht im Blickpunkt der „F. Foundation“, sondern auch Magersucht, Internet- und Videospielsucht sowie die Alkoholsucht.

Mathias Wald macht eine Infoveranstaltung um zu zeigen was in Zukunft geplant ist und würde sich über Unterstützer freuen. Natürlich wird Wald in diesem Programm auch seine Geschichte erzählen. Vor rund 300 Gästen wird der 43-Jährige auf bewegende Weise durch seine Kranken- und Heilungsgeschichte führen und dabei vor allem eine Botschaft überbringen: Du kannst alles schaffen, wenn du es willst. Weiterhin wird es einen Gastbeitrag von dem bekannten Redner und Persönlichkeitscoach Rainer Biesinger geben.

Als Gast hat Wald u.a. auch den Ex-Computerspielsüchtigem Laslo Pribnow und die Bestseller-Autorin Sonja Vukovic, die 2013 gemeinsam mit dem einstigen Kind vom Bahnhof Zoo, Christiane Felscherinow, „Christiane F- mein zweites Leben“ veröffentlicht und dann ihre eigene Biografie nachgelegt hat: „Gegessen – wer schön sein will, muss leiden, sagt der Schmerz“, eine Geschichte von 13 Jahren Magersucht und Bulimie und noch einige Gäste (Siehe oben) mehr.

Alles Mitglieder der F. Foundation. Die „F. Foundation“ vermittelt Wissen und Kompetenz mit Blick auf alle Süchte, ihre Ursachen und Folgen. „Unsere Ziele und Projekte sind wichtig für die Gesellschaft“, sagt Wald. Die „F.Foundation“ ist in Europa einzigartig. Fast alle Experten sind Ex-Süchtige und können aus eigenen Erfahrungen berichten. In den vergangenen Monaten wurde viel über den Filmemacher, Fotografen, Unternehmer, Speaker und Ex-Drogensüchtigen Mathias Wald berichtet. Seit 15 Jahren ist er nun clean und spricht seit zwölf Jahren über seine Erfahrungen mit dem Thema Sucht. Nach zwölf Jahren Sucht, zwei Jahren Psychiatrie, zehn Jahren als Unternehmer und 12 Jahren als Redner gibt es für die mehr als 10.000 Zuhörer einiges zu berichten. „Sucht hat immer eine Geschichte“, so Wald. Er erzählt seine. Bei Wald begann alles mit einem inneren Gefängnis, einem Leben ohne Sinn und Ziele, einem Beruf, den er eigentlich nicht machen wollte, nicht ausgelebte Träume und keinen Mut sich für das, einzusetzen was er möchte. Er konnte nicht er selbst sein. Der Einstieg in die Drogenwelt kam übers Kiffen – Speed, Ecstasy und LSD folgten.

Mathias Wald in der FFH Morning Show und zwei weitere Beiträge

Ein Interviewstrecke wurde von mir in der Morningshow ausgestrahlt und sogar noch danach. Das Thema: Was können Eltern tun wenn Ihr Kind Drogen nimmt.

Ich mit Sonja Vukovic für die Suchtprävention im Knast.

Ich bin mit dem Thema Suchtprävention sehr tief verwurzelt. Das ist ein sehr persönliches Thema für mich und wie ich weiß für viele andere Menschen auch. Es geht immer um die eigene Persönlichkeit und um das Richtige und gute Selbstwertgefühle. Ja, noch mehr sogar, um den eigenen Charme, die Befindlichkeiten sowie die richtigen Glaubenssätze. Die eigene Geschichte ist oftmals ein fernbleiben von Kompetenzen und Grenzen!  Wo und wie sind meine Wurzeln und was hat mich zu dem Menschen gemacht der ich heute bin. Wenn wir tief in uns blicken finden wir alles an Energie…  ja, …gutes wie schlechtes. Aber warum ist das Leben machmal so schwer? Warum kann ein Mensch nicht so ohne weiteres aus seiner Haut. Wir wollen doch alle ausbrechen aus den eigenen Mustern und Zwängen, aus dem eigenen inneren Gefängnis. Warum erschaffen sich so viele Menschen ein persönliches Gefängnis? Erst im Kopf und dann sogar noch in der Realität…Es ist leicht Menschen im Gefängnis zu verurteilen von dem Standpunkt „einer heilen Welt“… „Die sind selbst Schuld“ wird oft gesagt! Es ist leicht zu bewerten und sich abzugrenzen. Wir funktionieren ja scheinbar recht gut in unserer Gesellschaft, also sind wir richtig so. Ich glaube das jedes Gefühl in einem Menschen eine Daseinsberechtigung hat! Auch die Ohnmacht oder die Schwäche wollen und brauchen Raum und Zeit um zu heilen.

Sonja Vukovic und ich waren als Besucher in der Justizvollzugsanstalt Luckau-Duben

Ich ich sage Euch..wenn Du nicht einen Tag ihre Schuhe anhattest, und nicht einen Tag diese Last getragen hast und nicht einen Tag mal hingefühlt hast…dann kannst Du es nicht verstehen, dann wirst Du es falsch bewerten und verurteilen! Es ist manchmal das eigene Urteil was vernichtender ist wie das Urteil anderer. Der eigene Selbsthass für die Taten und das Versagen frisst einen schon auf. Was brauche ich noch das Feedback von Außen.  Erst denkst und redest Du Dich selbst kaputt und krank, dann tut Dein „Außen“ den Rest.

Wie sich so ein Mensch wohl fühlen vermag? Ich erlaube es mir nicht voll und ganz hin zu fühlen. Ich habe viel zuviel Angst und Respekt. Welche Prägung und welches defekte Selbstwertgefühl sind der ständige Begleiter dieser Menschen. Welche Schuldgefühle und Selbstzweifel wohnen inne.

Ich durfte mit meiner Freundin und Kollegin Sonja Vukovic ein paar Stunden mit diesen zuvorkommenden und höflichen Menschen verbringen und ich habe Reue, Einsicht und Wissensdurst verspürt.  Sonja schaffte es duch Ihre natürliche Art mit einer Selbstverständlichkeit in Ihrem Ton, einen Teil Ihrer Geschichte mit allen zu teilen. Ihre Lesung war auf den Punkt und ich war beeindruckt.  Es wurde zu einem Dialog und ich hatte das Gefühl wenn ich ein paar Herzensweisheiten und Botschaften von mir gab, dass sie aufgesogen und auch sofort verarbeitet und reflektiert wurden. In dem Tempo und mit der Energie jedes einzelnen. Ich habe wirklich ein paar Tage gebraucht um mein Erlebtes zu verarbeiten.

Am Ende des Tages gab mir der „stärkste“ der Gruppe ein Feedback vor allen. Er sagte zu mir..Zitat. “ Mathias..Du hast echt Eier.. ich erwiederte warum? „Du hast echt Eier… in einen Knast zu kommen und Dich vorne hin zu stellen und zu sagen das Du schwul bist… Du hast meinen größten Respekt…bist ein cooler Typ! Es war ein offenes Gespräch in alle Richtungen und niemand hat ein Problem aus den Ängsten und Sorgen des anderen gemacht.

Mein Fazit: Ich denke das diese Geschichten die ich hören durfte mich noch etwas beschäftigen werden. Weiter denke ich aber auch das sich die Menschen dort an unsere Offenheit und Selbstverständlichkeit wie wir unsere Gefühle erzählen, genau so erinnern werden wie wir.

Was ein beeindruckender Tag für uns mit einem nachhaltigen Spiegel in unsere tiefsten Ängste und Abgründe. Danke… das es mir so gut geht und ich einfach nur Glück hatte. Danke an die Insassen für diese Offenheit und den regen Ausstausch.

 

 

 

 

Artikel – Abhängigkeit als Krücke in dem Magazin- Gesunde Seiten

Sucht als Krücke

Warum geraten Kinder und Jugendliche in die Sucht?

Es gibt nicht „den einen Grund“, warum jemand süchtig wird. Es wirken immer verschiedene Aspekte zusammen. Die Frage nach Schuld lasse ich bewusst beiseite, denn die Schuldfrage führt zu keiner Lösung. Es geht um das Bewußtwerden der Gefühle und Bedürfnisse, warum ein Mensch sich selbst in einen ständigen Rauschzustand bringen möchte. Das unabweisbare Verlagen eines Erlebniszustandes, das zur Sucht führt, gliedert sich in drei Rausch-Zustände: Betäuben, Schmerzen lindern und euphorisieren. Entscheidend ist, dass der Süchtige den klaren Zustand im Hier und Jetzt nicht aushält. Die Selbstverantwortung wird an das Rauschmittel abgegeben und die Süchtigen gehen von einer Selbstbestimmtheit in die Fremdbestimmtheit. Menschen mit einem klaren Bewusstsein und starkem Selbstwertgefühl sind in der Lage, “Nein“ zu sagen zu illegalen und zu legalen Suchtmitteln. Ein gewisses Maß an Aufklärung, also Suchtprävention, kann bei den meisten Erwachsenen vorausgesetzt werden mit einem Grundverständnis, wie Drogen wirken und was nach dem ersten Konsum passiert. Meistens geschieht der Erstkontakt aber in frühen Jahren des Heranwachsens mit ca. 13-16 Jahren. In einer sehr wichtigen Prägephase für die eigene Persönlichkeit. Die wenigsten Abhängigen starten ihre „Drogenkarriere“ im Erwachsenenalter.
Um ein drogenfreies Leben zu führen sind natürlich viele Aspekte von Bedeutung. Bewegt sich jemand in einem stabilen sozialen Umfeld? Ich habe bei vielen Gesprächen mit Süchtigen und deren Eltern festgestellt, dass sie häufig eine Summe fehlendender Kernkompetenzen verspüren. Diese Kompetenzen liegen im „Außen“ und in der inneren Gefühlswelt. Beispiele für von Aussen mangelnde Kompetenzen sind Struktur, Ordnung und ein fehlendes positives Vorbild . Auch mangelnde Fürsorge in der Familie sowie Gewalt- und Missbrauchserfahrungen können dazu führen, dass man das Erlebte verdrängen möchte und anfällig ist für Sucht. Suchtmittel werden dann instrumentalisiert, um sich zu betäuben. Der Schlüssel zu einer emotionalen Intelligenz und Selbstbestimmtheit liegt nach meiner Erfahrung in klar erkannten und gesunden inneren Gefühlswelten, die für jeden Menschen anders aussehen. Defizite im Selbstwertgefühl und somit Selbstbewusstsein lassen Betroffene nicht stark genug sein um die persönlichen Herausforderungen im Leben zu lösen. Es fehlt das Wissen, der Respekt (vor Drogen) und die innere Kraft, zu Drogen Nein sagen zu können. Durch z.B. Anerkennung in der Jugend-Gruppe wird oftmals die erste Rauscherfahrung, der erste Joint als positives Gefühl abgespeichert. Frei von den Sorgen und Erwartungen des Erwachsenwerdens. Das Zugehörigkeitsgefühl in einer „Peer- Group“ mit seiner „Leichtigkeit und Entspannung“ wird dann fälschlicherweise den Betäubungsmitteln zugeordnet. Wir Menschen brauchen geeignete positive Vorbilder in der Familie und in unserem Leben. Denn oftmals übernimmt das Kind einfach das Suchtverhalten eines Elternteils.
In meiner langjährigen Präventionsarbeit habe ich aus den vielen Geschichten und aus den unzähligen Erzählungen von Eltern diverse Muster erkannt und heraus gehört.

Ein weiterer Aspekt der heutigen Zeit sind Helikoptereltern/Helikoptermütter. Grundsätzlich ist es wichtig festzuhalten, dass die bedingungslose Liebe der Elter das schönste ist, was jungen Menschen gegeben werden kann. Andererseits ist die „Überschüttung mit Liebe“ meist verbunden mit Überschüttung mit Angst und Sorge der Mutter.
Viele Eltern bestimmen über das Kind hinweg und das Kind darf nicht „ich selbst sein“. Kinder werden gezwungen, die Vorstellungen der Eltern zu Leben und können sich somit selbst nicht entfalten. Die Persönlichkeit wird in ein Gefängnis gesperrt. Das Kind kann oft gar nichts selbstbestimmt tun und lassen. Alles wird ihm abgenommen und das Kind wird zu einer gewissen Unselbstständigkeit erzogen. Das beginnt bei den einfachsten Entscheidungen und geht bis hin zum Partner- oder Berufswunsch. Das Kind/der Jugendliche entwickelt kein Vertrauen zu seinen eigenen Entscheidungen und entwickelt auch keine eigenen Ideen für sein Leben, Handeln und Wirken. Beispielsweise suchen Jungen nach einem führenden, starken männlichen Vorbild, werden aber von einer überforderten und vielleicht auch alleinerziehenden, ängstlichen Mutter behütet. Immer in dem Willen, das beste für das Kind zu tun. Diese „Helikoptermütter“ versuchen voller Sorge alles richtigzumachen aber scheitert an ihren eigenen Ängsten. Das fehlende Vertrauen der Mütter in die Entscheidungen der Kinder überträgt sich auf die Kinder und jungen Erwachsenen als Selbstwahrnehmung – Die Mutter hat das Gefühl, das Kind kommt nicht klar und macht dem Heranwachsenden Druck in vielen Lebensentscheidungen. Druck erzeugt Gegendruck und die Beziehungsebene wird zerstört durch Unterstellungen, Erwartungen, Streit oder schlicht fehlende Kommunikation- und Vertrauen.
Ein dritter Aspekt der häufig zur Sucht führt oder eine eigenen Dynamik bekommt ist die Sinnfreiheit und Langeweile. Ein Mensch ohne Träume und Ziele ist anfällig für die künstlich durch Drogen erzeugten, temporären Glücksgefühle.
Wir alle haben ein Bedürfnis nach Selbstbestimmtheit und Grenzerfahrung. Wir wollen uns ausprobieren und tief in uns Sinn finden. Wir haben Sehnsucht stark zu sein und gute Gefühle zu haben und wollen durch Vorbilder inspiriert und geführt werden. Gute Gefühle sind der Schlüssel, stark zu sein und zu Sucht und Drogen Nein zu sagen. Wenn in uns ein Mangel an guten Gefühlen ist, instrumentalisieren wir „das Suchtmittel“, um die drei zentralen Wirkungsweisen für uns zu bedienen: Betäuben, Schmerzen lindern oder euphorisieren.
In vielen dieser Fälle liegen ein oder mehrere Defizite vor und schreien nach Ausgleich. Für junge Menschen sind diese Defizite am schwierigsten auszugleichen, das die innere Stärke, das Selbstwertgefühl und die Erfahrungen fehlen. Da der erste Konsum von Drogen im jungen Alter meist mit „relativ“ guten Gefühlen verknüpft ist, versucht unser Bewusstsein, dieses ersten „guten Gefühle“ immer wieder zu erzeugen und zu steigern. Die Sucht geht ihren Weg und wird zur Krücke.
Fazit: Ein gesundes und suchtfreies Leben kann ein Mensch führen, wenn die Persönlichkeit frei entfaltet werden kann. Das gesunde Selbstwertgefühl ist der Schlüssel dazu.

Über den Autor:
Mathias Wald ist neben seiner Unternehmertätigkeit Vorbild, Experte, Redner für Suchtprävention. Er erzählt authentisch seine Lebensgeschichte und berichtet glaubwürdig und ohne erhobenen Zeigefinger von den eigenen Erfahrungen. Www.mathias-wald.de

Vortrag über Werte und Unternemenskultur in Verbindung mit Suchtprävention bei der Rentenkasse in Cottbus

Suchtprävention ist immer Persönlichkeitsentwicklung und hat mit Werten zu tun. Deshalb waren die Redner dieser Veranstaltung perfekt auf das Programm angepasst. Ich durfte ein Teil davon sein. Mehrere dutzend Unternehmer und Ihre Verteter folgten meinen Ausführungen. Danke an die Knappschaft Bahn/See für die Einladung nach Cottbus.

 

Mathias Wald im Interview beim ERFOLG – DAS MAGAZIN

Zwei Seiten in diesem Magazin. Danke für dieses Interview. Lest selbst.

Mathias Wald ist ein bunter Mensch, der es geschafft hat, aus einer „Drogenkarriere“ mit Absturz ein selstbestimmtes und erfolgreiches Leben zu führen. Er ist tiefgefallen und hat aber nie aufgegeben, weil er seinem Herzen und seiner Intution folgte. Alle Unternehmungen
und sein soziales Engagement sowie einen Kurzfilm über seine Lebensgeschichte finden
Sie unter www.mathias-wald.com

Vom Drogenabhängigen zum erfolgreichen Filmemacher, Fotografen, Unternehmer und Vortragsredner

Vortrag vor 160 Jugendlichen an der Heinrich Grupe Schule in Grebenstein

Stille unter den jungen Zuhörern im Raum für 90 Minuten Vortrag. Was ich immer wieder gespeigelt bekomme wie ruhig und aufmerksam doch die jungen Menschen in meinen Vorträgen sind. Ich habe hundert Prozent Aufmerksamkeit um meine Botschaften zu senden und die Geschichte meines Lebens zu erzählen. Suchtprävention beginnt immer in der Schule. Das Feedback hat mich wirklich glücklich gemacht.

Wunderbare Welt, wenn man sie sich so schafft

Ich bin der Pilot in meinem Leben. Ja, das gilt auch weiterhin für mich. Ich bin ein Mensch der seinem Herz und seinem Bauch folgt, letztendlich Dinge in den fluss bringt. Ich habe Glück da mir verrückte Dinge in meinem Leben passieren und sie gelingen.  Rückblickend ist es extremst Bedeutungsvoll für mich. So ist es dann passiert… Ein Teilnehmer einer meiner Veranstaltungen hat ein Lied über meine Geschichte/Leben geschrieben, gesungen und mit Gitarre eingespielt. „PILOT“ der Name. Welcher sonst. Ich kann das kaum glauben. Was ein riesen Talent und was für eine Anerkennung für mich. Was habe ich gemacht? Ich habe gesagt „komm wir produzieren das professionell im Tonstudio und machen ein Musikvideo dazu“. Gesagt, getan. Gestern haben wir bei dem David Neisser den Song aufgenommen und im Anschluss und während dessen gedreht.. Hier ein paar Bilder vorab… Danke an Tibor für diesen emotionalen Song.. Sobald alles fertig ist werde ich es hier mitteilen…Danke an das Leben und diese Welt das ich all das erleben darf.

Suchtpräventionprojekt und Persönlichkeitsentwicklung – Ich verstehe Dich und ich verstehe mich.

Persönlichkeitsentwicklung – Sei Du selbst

In diesem Kurzfilmworkshop erzählt Mathias Wald als erstes aus seinem bewegten Leben und zeigt auf, wie er angefangen hat, seine Persönlichkeit zu entwickeln.
Sein Leben drehte sich heute darum, was persönliches Glück überhaut bedeutet und wie jeder für sich seinen Weg finden kann. Dieses Kurzfilmprojekt hat einen roten Faden..“Laut gedacht„ …am Ende haben die Jugendlichen eine „Bedienungsanleitung“ fürs Leben sich selbst erarbeitet. Die Jugendlichen sollen dabei so eigenständig wie möglich arbeiten dürfen, ohne moralisierenden Belehrungen seitens Erwachsener ausgesetzt zu sein. Die Übernahme von Verantwortung und die Steigerung des Selbstwertgefühls ist wesentliches Fundament der Drogen- und Suchtprävention und der Projekte von Mathias Wald.

Die Jugendlichen erlenten spielerisch..

Selbstreflektion: Die Teilnehmer reflektieren in ihrem eigenen Tempo.
Kreativität: In einem kreativen Prozess erarbeiten sie einen Kurzfilm zum Thema „Ich verstehe dich und ich verstehe mich“ und es wird ein Ergebnis geben sowie ein Erfolgsgefühl.
Teambildung: Durch die gemeinsame Aufgabe wachsen die Kinder und Jugendlichen näher zusammen und entwickeln ein Teamgefühl, was schon durch die Rollen (Regie, Kamera, Klappe, Licht und Ton) die vergeben werden, angebahnt wird.
Anerkennung: Für ihr Projektergebnis bekommen die Teilnehmer/innen Lob und Anerkennung, was das Selbstwertgefühl stärkt. Weiterhin haben sie sich selbst ein wertvolles Ergebnis produziert. Am Ende der Maßnahme bekommen alle ein Zertifikat. Es wird auch einen „Making of“ Film geben.
Verantwortung übernehmen: Während des gesamten Projektzeitraumes arbeiten alle Beteiligen sehr selbständig, ohne moralisierenden Belehrungen seitens Erwachsener. Sie übernehmen große Verantwortung da sie nicht nur in andere Rollen schlüpfen und kreativ werden, sondern auch die Rollen der anfallenden Arbeiten übernehmen.
Selbstbewusstsein enorm fördert: Nur wer Selbstwertgefühl besitzt, hat auch die Kraft sich öffentlich zu äußern, sich ein zu mischen und sich gegen Vorurteile zu stellen und somit Demokratie zu leben. Der Abschluss der ersten Projektphase wird mit einem Treffen aller Beteiligten, deren Eltern und Familienangehörigen enden, denen wir den Film als Erstes präsentieren wollen. Die Teilnehmer/innen werden in ihren Schulen weitere Gelegenheiten haben, das fertige Produkt zu präsentieren, z.B. auf Gesamtkonferenzen, zu Schulveranstaltungen. Der Film dient als Grundlage um weiter mit den vielschichtigen Theme zu arbeiten.

Ich freue mich ganz besonders meinen Kollegen Wolfgang Sosnoski www.toximan.de für das Projekt begeistern zu können. Er spielte vor der Kamera und befasste sich  in jeder freien Minute mit den Jugendlichen und ihren Bedürfnissen und war für mich eine tolle Unterstützung bei diesem Projekt.

Zwei gelungene und ereignisreiche Tage in diesem Projekt haben riesig Spass gemacht.

Elternabend zum Thema Suchtprävention in der Grünauer Gesamtschule in Grünau/Berlin

Mathias Wald zeigt den Eltern auf eindrucksvolle Weise in seinem Key Note wie es zu einer Drogenkariere kommen kann und den Weg hinaus.

In dem Vortrag redet Wald über sein mangelndes Selbstwertgefühl n seiner Jugend und die daraus resultierende Unsicherheit und Verantwortungslosigkeit. Mathias war charakterlich nicht in der Lage „NEIN“ sagen können zu Drogen. Er zeigt den Eltern in seinen Vorträgen auf wie sie ihr Kinder Stark machen können, um ein Selbstbestimmtes Leben zu führen. Ein sehr erfolgreicher Abend.

Vortrag bei der Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See vor ca. 80 Arbeitgebern

Ich durfte in Essen auf der Fachtagung der Rentenversicherung sprechen.

Die Veranstaltung richtet sich an Geschäftsführer, Inhaber, Fach- und Führungskräfte, die sich für das Thema „Sucht-prävention am Arbeitsplatz“ interessieren.

Angesprochen sind auch Personalvertretungen.

Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See mit ihrem einzigartigen Verbund berät gemeinsam als Kranken- und Rentenversicherung sowie Rehabilitationsträger Firmen rund um das Thema gesunde Mitarbeiter. Danke für die gelungene Veranstaltung und das ich ein Teil davon seien durfte.

Erfolgreiche Veranstaltung mit Spendenhöhepunkt für die F.Foundation

Ich freue mich riesig, dass die Veranstaltung solch ein Erfolg wurde. Das zahlreiche Feedback hat mir gesagt, dass ich alles richtig gemacht habe! Ich habe ein Sendungsbewusstsein und bin mir im Klaren, dass meine Geschichte da draußen vielen von Nutzen ist.

Leichtigkeit und Schwere. Vom Junkie zum erfolgreichen Filmemacher und Fotografen. Eine Geschichte, die unter die Haut geht.

Danke an alle, die mitgewirkt haben, um diese Veranstaltung zu realisieren:

  • Michael Reinhard (Moderation)
  • Markus Schönebach (Gesang und mein Schatz)
  • stepsnstyles.de (Choreographie)
  • Julian Witteborn Videoproduktion www.witteborn-videoproduktion.de
  • Christian Schwappach von Filmreflex (Film),
  • David Roninson (Kamera),
  • Max Glissner (Korni Events- Ton- und Lichttechnik)
  • und natürlich an mein Team von MyByte

Die Spende als Hilfe

Wir freuen uns besonders von erfolgreichen Unternehmern eine Spende für die F. Foundation zu bekommen. Besonderer Dank geht an Bernd Möller (BNI Mitte) www.bni-mitte.com und Carsten Micheel-Sprenger (CMS Vertriebsmanagement) www.cms-vertriebsmanagement.de für die großzügigen Spenden an die F.Foundation www.f-foundation.org (Gemeinnützige Organisation für Suchtprävention und Aufklärung).

Suchtprävention in der Schule. Ulstertalschule vor 60 Schülern.

Heute durfte ich einen Vortrag in der Ulstertalschule halten. Mein Praktikant (Tim) war dabei. Das ist sein Feedback:: Ich (Tim) durfte heute bei einem Vortrag über Suchtprävention dabei sein. Der Vortrag wurde von Mathias Wald, meinem Praktikumschef, gehalten. Er spielte seinen Film ab der, genauso wie sein Vortrag, von seinem Leben berichtete. Als ehemaliger Junkie trat er über die gesamte Zeit immer glaubwürdig und erfahren auf. Beeindruckend ist seine Redensart, mit der er trotz guten zwei Stunden Sprechzeit nie langweilt und immer frei, leichtfüßig und sehr kompetent berichtet. Außerdem schafft er es witzig und gleichzeitig ernst zu bleiben. Sein Film erzählt auf eine sehr schöne und emotionale Art von den dunkleren Zeiten seines Lebens und wie er es schaffte wieder auf die richtige Spur zu kommen. Es ist einfach beeindruckend wie er vor ungefähr 10 Jahren die Kehrtwende geschafft hat und heute glücklich und erfolgreich im Leben steht. Ich würde jedem vom Teenager aufwärts empfehlen sich Mathias Wald´s Geschichte anzuhören.

Vortrag und Workshop für ijgd LV Sachsen-Anhalt e.V mit Persönlichkeitsentwicklung zur Unterstützung der Suchtprävention

Am 25.01.2017 hielt ich meinen Vortrag über meine Lebensgeschichte. Mein Praktikant (Samuel) beschreibt wie er den Vortrag Wahrgenommen hat:

„Der Vortrag bezog sich Hauptsächlich auf Sucht Präventionen, was sehr gut ankam, da Mathias selber eine eine bewegende Drogengeschichte hinter sich hat, er spricht also aus eigener Erfahrung. Unter anderem ging es auch um die eigene Persönlichkeitsentwicklung, was einem Mut macht dass zu machen, wovon man träumt und was Spaß, Sinn im Leben stiftet.

Bei diesem Vortrag nimmt man was mit in sein eigenes Leben. Es ist ein Vortrag fürs Leben.“

Mitglied in der F.Foundation. Experten zu jeder Sucht.

Die Mitglieder und Kämpfer der Suchtprävention bekommen alle neue Visitenkarten um noch besser Netzwerken zu können. Wir engagieren uns alle in der Suchtprävenion und haben alle die gleichen Ziele. Wir wollen aufklären, bewahren, sensibilisieren. Mit Experten zu jeder Sucht gehen wir an Schulen und in Betriebe sowie Kongresse uvm.  Schaut selbst was wir machen. www.f-foundation.org

Heute bei den Maltesern. Ihr wollt wissen warum ich das mache?

Heute war ich wie jedes Jahr bei den Maltesern um meine Geschichte zu erzählen. Ganz am Schluss fragt mich ein junger Mann.. er hätte noch eine letzte Frage…. „Mathias… Gibt es etwas was Du uns mit auf den Lebensweg geben würdest?“… Ich war natürlich nicht sprachlos, aber solch eine Frage habe ich noch nie gehört und die erfüllt mich mit einer positiven Energie. Was für eine Anerkennung für mich. Ich bin total gerührt.

Redner auf Fachtagung der BGETM und des Universum Verlages

Vor Fachpublikum durfte ich mein Keynote vortragen und ich habe selbst viel gelernt an diesem tag. Einige tolle Redner hielten Ihre Vorträge und das Publikum hatte unzählige Fragen. Hier das Feedback zu meinem Vortrag.

Der „Speaker“ Mathias Wald verspricht nicht zu viel: „Am Ende der Tagung werden Sie anders über die Begriffe „Glück, Liebe und Mut“ nachdenken“. Es ist viel mehr als seine persönliche Sucht-Geschichte, was Mathias Wald seinen Zuhörerinnen und Zuhörern mit auf den Weg gibt. Das Reflektieren über sich selbst, über Ziele und Werte und das Entwickeln einer optimistischen und positiven Haltung zum Leben trotz aller schmerzhaften Erlebnisse – das macht ihn zum Vorbild für andere. Für sein Engagement in der Suchtprävention gebührt ihm großer Respekt und man kann ihn bedenkenlos weiterempfehlen.

Starthilfe-Projekt mit 10 Jugendlichen: „Auch ich habe das Recht glücklich zu sein“

In Form eines zweitägigen Kurzfilmworkshops gestaltete ich in dem Diakoniewerk Osterburg einen zweitägigen Workshop mit dem Arbeitstitel: Auch ich habe das Recht glücklich zu sein. Ich lernte 10 jugendliche Menschen kennen, die liebenswert waren und ihr ganzes Leben noch vor sich haben. Jeder von ihnen hat seine ganz eigene Geschichte und nicht immer die besten Voraussetzungen gehabt, um sich sich in dieser Welt zurecht zu finden und zu behaupten. Natürlich erzählte ich auch meine Lebensgeschichte. Ich selbst durfte so viel lernen und bin dankbar, dass sich die Heranwachsenden auf mich eingelassen haben und so toll mitgemacht haben. Es ging darum, was Glück bedeutet und wie jeder für sich glücklich werden kann. Die Jugendlichen waren mir positiv zugewandt und ich hatte das Gefühl, dass ich etwas bewege.

Sensibilisierung

die Teilnehmer lernen unterschiedliche Aspekte von sich und den anderen kennen. Sie werden durch die vielschichtige Auseinandersetzung mit sich selbst und dem anderen intensiv sensibilisiert.

Einfühlen

auf Basis der unterschiedlichen Rollen im Film versetzen sich die Teilnehmer in die Gefühls- und Denkwelt verschiedener Situationen.

Selbstreflektion

die Jugendlichen reflektieren in ihrem eigenen Tempo.

Kreativität

in einem kreativen Prozess erarbeiten die Jugendlichen einen Kurzfilm zum Glück und Glücklichsein und erfahren ein Erfolgsgefühl.

Teambildung

durch die gemeinsame Aufgabe wachsen die Teilnehmer näher zusammen und entwickeln ein Teamgefühl.

Anerkennung

für ihr Projektergebnis bekommen die Teilnehmer Lob und Anerkennung, was das Selbstwertgefühl verstärkt. Weiterhin haben sie für sich selbst ein wertvolles Ergebnis produziert. Am Ende der Maßnahme bekommen die Teilnehmer ein Zertifikat.

Ich bin dankbar, dass ich so etwas gestalten und erleben darf. Am Ende haben wir als Ergebnis einen einminütigen Film über das Thema Glück gedreht und geschnitten. Vielleicht bald zu sehen, wenn ich die Freigabe habe.

Euer Mathias

Fotos: https://www.facebook.com/speakermathiaswald/posts/1772533239652145

Du bist was du sagst. Programmierung zum glücklich sein.

Wozu brauchen wir positive Affirmationen? Helfen wirklich motivierende Gedanken unser Handeln und späteres Denken umzusteuern? Was sich zunächst mehr als eine verzweifelte Einredung anhört, kann tatsächlich helfen uns beispielsweise selbstbewusster zu fühlen! Laut einer Studie von Neurowissenschaftlern und Kommunikationsexperten wirken sich positive Gedanken auch positiv auf unser Handeln aus. Durch Ausschüttungen von Hormonen und Botenstoffen wird das ganze Gehirn umgesteuert, die nicht nur unsere Wahrnehmung auf uns selbst, sondern auch auf das der anderen verändern kann.
Überraschend ist, dass diese Methode bei fast allen Menschen umsetzbar ist, sobald man anfängt mehr auf die Worte zu achten, bevor man sie ausspricht. Diese hat massive Auswirkungen auf unser Denken, Aussprache und Handeln. Genauso haben negative Affirmationen negative Auswirkungen auf unseren Körper, da diese schnell zu Angst-Stresszuständen umschlagen können. Dazu reduzieren sie die kognitiven Fähigkeiten und ebenso unsere Ansicht auf unsere Umwelt.
Unser Auge schaut kritischer und pessimistischer als zuvor auf andere Mitmenschen.

Der beste Tipp um glücklich zu sein ist glücklich zu denken.

Wahrheit haftet… Ich bin ein Legastheniker und ein umgeschulter Linkshänder

Was viele auch nicht wissen (deshalb kläre ich es auf) ich bin Legastheniker und ein umgeschulter Linkshänder. Oftmals muss mein Schatz drüber schauen was ich da so schreibe und ganz oft meine Mitarbeiterin wenn es um Kunden oder Blogbeiträge geht. (Danke dafür). Ich schreibe etwas zweimal richtig und dann fünfmal falsch. Als umgeschulter Linkshänder hat man als Mensch, auf einer tiefsitzenden Ebene immer das Gefühl das man so nicht richtig ist, wie man ist. Das ist auch einer von vielen Gründen warum ich so einen steinigen Weg gehen musste. Ich fühlte mich nicht angenommen vom Leben und der Familie/Schule und ich fühle mich schreibschwach.

Es gibt ein tolles Buch…“Der umgeschulte Linkshänder oder der Knoten im Gehirn“.

Ein Buch von Johanna Barbara Sattler. Ich habe es vor 12 Jahren gelesen, weil ich mich reflektieren wollte und ich wollte verstehen warum ich soviel Leid erfahren musste. Warum ich? Ich versuche mir inzwischen zu merken wie man etwas schreibt. Das gelingt nicht immer und ich bin mir immer unsicher.  Mir ist es inzwischen auch egal. 🙂

Ich liebe mich für meine kreativität und das was ich aus mir gemacht habe und was ich sende nach außen. Meine stärken liebe ich und meine schwächen habe ich aktzeptiert. Ich lebe mit alle dem und mache aus „nichts“ ein problem. Und mir ist bewusst das ich heute der Mensch bin, der ich von 10 Jahren seien wollte…ich bin Filmemacher, Fotograf, Speaker und Unternehmer. Ich lebe heute meinen Traum und bin morgen der, welcher ich morgen seien möchte weil ich inzwischen selbstbestimmt durchs Leben gehe. Ich bin Glücklich und ich arbeite jeden Tag hart daran es zu bleiben weil ich keine Komfortzone mehr habe.

Glück ist nicht das fernbleiben von Problemen und Herausfordrungen sondern das bewältigen von „Schicksalsschlägen (Problemen) und Herausforderungen“ für mich ist Glück kein ankommen sondern das gelingen, das eigene überschreiten von Grenzen. Ich nähre mein „Selbst“ (Selbstbewusstsein, Selbstachtung, Selbstwert, Selbstwertgefühl) stetig neu und mache mir das auch bewusst. Vor vielen Jahren habe ich mich als „Opfer“ schwach gefühlt. Ja, als schwacher Mensch, als jemand der gelenkt wurde von anderen Menschen und von der Sucht.

Wenn wir Menschen uns nicht gegenseitig immer bewerten würden, uns mit Vorurteilen die falschen Botschaften um die Ohren hauen würden dann würde es vielen Menschen besser gehen. ich bewerte nicht und nehme jeden so wie er ist.

Zu meinem Lebenskonzept gehört die totale Offenheit und das ich ohne Vorurteile durch leben gehe… Warum? Ich habe es inzwischen zu meiner Stärke gemacht, die Offenheit. Wenn ich damals versucht hätte mein Leben mit mir selbst auszumachen und es in mich rein zu fressen, dann wäre ich daran schon längst zugrunde gegangen. Ich nehme das Leben inzwischen so wie es ist. Alles lebt und stirbt und alles möchte sich entwickeln und teilen. Ein freund von mir sagt immer….“ …auch er hat das Recht zu wachsen und Fehler zu machen“ … und so ist es doch auch…jeder hat eine zweite Chance verdient.

Und jetzt… ich bin immer noch ein Legastheniker und ein umgeschulter Linkshänder…. und das ist auch gut so…das ist ein teil von mir und ich habe es mir jetzt von der Seele geschrieben und es ist nicht schlim. Für mich ist es gelöst.

Für mich ist Glück um nochmal darauf zurück zu kommen, keine Station wo man ankommt sondern eine Art zu reisen. Glück muss man immer wieder neu entdecken. Für trübsal ist einfach zu wenig Zeit im hier und jetzt.

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PS: Das Wort Legastheniker habe ich gegoogelt…den Rest habe ich unkorigiert jetzt hier veröffentlicht. Wenn mich jetzt einer fragt… es ist kein Fehler in dem Text drin. 🙂

Ich freue mich darüber wenn „die es nicht verstanden haben“ mir die Rechtschreibfehler aufzeigen

Nach dem Rausch der Absturz

Crystal Meth macht NICHT aktiver und leistungsfähiger!

„Nach dem Rausch der Absturz“ ein Artikel der Deutschen Handwerks Zeitung, wurde von Barbara Oberst am 27. Mai 2016 veröffentlicht. An dem Beispiel eines Azubis, welcher Crystal Methkonsumierte, wird die steigende Konsumierungszahl dieser Droge von Mitarbeitern, besonders den Handwerkern, vergegenwärtigt und gleichsam vor den schweren physischen und psychischen Schäden gewarnt.

Crytsal Meth oder auch „kristallines Methamphetamin“ sei vor allem in Tschechien und deren Nachbarregionen der Herstellungsort dieser Droge, dazu soll sie dort sehr preiswert und leichtanzuschaffen sein. Das Gerücht, durch das Konsumieren von Crystal Meth aktiver und leistungsfähiger zu sein, erscheint als ein großer Irrtum, da nach der Wirkung die Verbraucher völlig erschöpft seien und mehrere Tage schlafen müssten um sich zu erholen. Vor allem junge Konsumenten besitzen das Bedürfnis die Müdigkeit nach der Arbeit zu verdrängen, um länger zu feiern. Nach der Dosis von Crystal Meth sind Konsumenten nicht in der Lage für folgende 2 Tage zu schlafen und verfallen in eine Drogenkombination. Somit nehmen sie Crystal Meth um an der Arbeit wach zu sein und andere Drogen, wie Cannabis, um wiederum zu schlafen. Dieser Kreislauf erschwert den Ausstieg solcher Drogen drastisch, zumal ein einmaliger Gebrauch bereits süchtig machen kann.

Auffällig sei nach der Auswertung von 400 Drogenverbrauchern, dass besonders in schwer körperlichen Arbeitsbereichen der Konsum von Crystal Meth enorm hoch sei, da diese den gewünschten Zustand von Extase, Selbstbewusstsein und Wachgefühl erreichen wollen. Doch welches viele Konsumenten nicht wissen ist zumal die negative Wirkung, welches die Droge auf den Konsumierenden ausübt. Hautjucken bis zu starken Depressionen und innere organische Verletzungen sind Beispiele, wie sich Crystal Meth bei mehrfacher Dosierung bemerkbar macht. Appell an die Arbeitgeber sei es, bei Verdacht von Verbrauchern der Crystal Meth Droge, sofort den Betriebsarzt, Berufsgenossenschaft oder eine Suchtberatungsstelle zu informieren, damit ein Halt vom weiterem Konsum gesichert werden kann.

Zu Besuch bei „Die Fleckenbühler“

Ich war zu Besuch bei „Die Fleckenbühler“ bei Marburg. Eine tolle Lebensgemeinschaft von ex-süchtigen. Jeder kann dahin kommen und bekommt unbürokratisch Hilfe. Ich bin so beeindruckt was die Menschen die letzten Jahrzehnte aufgebaut haben und finde das so stark! www.diefleckenbuehler.de So ein Konzept kannte ich noch nicht. Ich werde die Gemeinschaft ab jetzt unterstützen. Ich habe in meinem Leben auch viele Unterstützer gehabt und ich lebe das Motto… wer gibt, gewinnt! Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Wenn Ihr da drausßen die nötigen Mittel habt dann unterstützt diese Gemeinschaft. Es ist für einen guten Zweck!

Verstärkte Suchtprävention an Universitäten! Haschisch, Neuer Trend an den Unis?

Nach einer Studie soll jeder 5. Student unter Drogenkonsum leiden, die unter anderem zu psychischen Störungen führen. Doch die derzeitige „Trend-Droge“ namens Haschisch, macht immer weniger an deutschen Unis halt. Würzburger Suchtexperte Jobst Böning befasste sich intensiv mit der häufigeren Konsumierung jeglicher Drogen an Hochschulen und fordert eine verstärkte Suchtprävention an Universitäten, die den weiteren Konsum aufhalten soll. Doch für den zunehmenden Stress und Leistungsdruck erscheint Haschisch für immer mehr Studenten der einzige Ausweg zu sein. Die Nebenwirkungen der Droge werden jedoch verharmlost, dass die Droge aber zu einer ernstzunehmenden Abhängigkeit führt und somit unter anderem die Leistung des Gehirns vehement beeinträchtigen kann oder anderen seelischen Problemen, erscheint den Konsumenten uninteressant. Ausserdem wirkt sich der Konsum, kontraproduktiv auf das Lernen aus.

Vom Drogensüchtigen zum Filmemacher

Ich bin offen für vieles trotzdem möchte ich ein wenig die Hand darüber halten was über mich geschrieben wird. In der Vergangenheit wurde ich schonmal auf nur ein subtiles Ereignis reduziert was mir natürlich unrecht tut. Einen sehr ehrlichen und guten Bericht hat die Lokale Jugendzeitung move36 über mich geschrieben. Danke an den Chefredakteur für das tolle Interview an…

Bernd Loskant
Chefredakteur www.move36.de

350 Fachleute beraten über neue Wege in der Suchtprävention

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtgefahren (DHS) will höhere Preise für alkoholische Getränke und ein Werbeverbot für hochprozentige Getränke und Tabak.

Kurz vor einer dreitägigen Konferenz des DHS wurde erklärt, dass legale Drogen nicht zu jeder Uhrzeit und an fast jeder Ecke verfügbar sein sollen. 350 Personen, darunter Mediziner, Psychologen und Sozialarbeiter beraten sich über neue Möglichkeiten der Suchtprävention.

Letztes Jahr wurden in mehr als 26 000 Fällen 10 – 20-jährige wegen zu hohem Alkoholkonsum in Krankenhäuser gebracht. Außerdem sind rund 110 000 Todesfälle pro Jahr auf Tabakkonsum zurückzuführen.

Neben den Preiserhöhungen fordert die DHS eine einheitliche, hohe Steuerabgabe für alkoholische Getränke.

In der Politik würde das Thema Suchtprävention nur ab und zu mal erwähnt werden, meint der DHS-Geschäftsführer Raphael Gaßmann. Er fordert dahingehend einen Umbruch und mehr Unterstützung für die Krankenkassen.

2015 – Die Prozentzahl der konsumierten Suchtmitttel sinkt

Der Konsum von Suchtmitteln ging bei Jugendlichen wie auch bei Erwachsenen stark zurück. Im Vergleich rauchten 2001 27,5% Jugendlicher zwischen 12-17 Jahren, während es 2015 nur noch 7,6% waren. Trotzdem gibt es noch 4 große Problemstellen.

Crystal Meth ist immer noch ein riesiges Problem. Zwar haben nur 0,6% der 18-25-jährigen die Droge laut einer Umfrage schon einmal eingenommen, trotzdem ist es ein großes Problem – besonders in den Grenzregionen von Bayern, Sachsen und Thüringen. Ebenso hat sich die Droge schon in mehrere Städte verbreitet und stellt dort Probleme da.

Trotz der sinkenden Prozentzahl von Alkoholkonsumenten stellt Komasaufen trotzdem noch ein großes Problem dar, besonders bei 18-25-jährigen, bei denen 45% angaben, mindestens ein Mal im Monat einen Alkoholrausch zu erleben.

Ebenso wurde festgestellt, dass Hauptschüler oder Abrbeitslose deutlich mehr Rauchen als z.B. Studenten oder Gymnasiasten. Meist entscheidet sich schon im Jugendalter, ob man Raucher wird oder nicht. Oft hängt diese Entscheidung von dem sozialen Umfeld des Jugendlichen ab.

Bei der am häufigsten konsumierten illegalen Droge Cannabis, stiegen sogar die Prozentzahlen der Konsumenten. Bei jungen Männern liegt dieser Wert bei 21%, was sehr hoch ist. Aber auch von jungen Frauen steigt der Wert über die Jahre. Mittlerweile liegt er bei 2,7%.