Mathias Wald

Sucht hat immer eine Geschichte

Eine Lebensgeschichte, die unter die Haut  geht!

 

Erfahrungsbericht eines Drogenkonsumenten

Ich habe jedes Konsummuster hinter mir! Von selten bis gar nicht. Mal ein halbes Jahr Pause, dann wieder nur am Wochenende, sechs Jahre nicht gekifft (u.a. Speed etc.). Dann wieder jeden Tag.

Beschrieben wurde ich vor meiner Drogenkarriere immer als lebenslustiger und ausgeglichener Mensch!

Erklärung: In meiner Familie sind keine manisch­depressiven Erkrankungen bekannt. Weder meine Eltern noch Großeltern hatten schon mal eine Psychose oder eine sonstige seelische (psychische) Erkrankung. Das heißt, meine Psychose war drogeninduziert. Ich habe und hatte nie eine Veranlagung dazu.

Ich bin inzwischen ohne Drogen ein glücklicher Mensch und die Inhalte auf meiner Seite spiegeln meine seelische Verfassung zum Zeitpunkt meines Konsums (über 10 Jahre) und anderthalb Jahre nach dem „clean“ sein wieder. Meine Geschichte wird von Fremden oft angezweifelt. Ich überlasse es jedem selbst, sich ein Bild meiner Person zu machen.

Ich werde mein Erlebtes wohl nie richtig vergessen können (ich hatte auch schöne Zeiten). Trotzdem habe ich auf diese subtile Weise einen Weg gefunden, mich damit auseinander zu setzen und es zu verarbeiten.

Noch was:

Dass ich auch sehr viel Spaß beim Feiern (Konsumieren) und ein spirituelles Erleben hatte, erwähne ich jetzt nur ein einziges Mal! Das ist doch klar, sonst hätte ich nie Drogen angerührt. Sonst würde wahrscheinlich niemand Drogen auf diesem Planeten nehmen.

Wenn ich jedoch alles abwäge und ich die Wahl hätte bzw. die Zeit zurückschrauben könnte, dann hätte ich diesen „Dreck“ nie angerührt. Es ist ja nicht so, dass man ohne Drogen keinen Spaß haben kann. Also liegt es an einem selbst, die richtige Entscheidung zu treffen.

Ich bin kein Schwarz/­Weiß-­Denker oder so! Ich habe nur meine Erfahrungen gemacht. Die Ausnahme der Regel ist ganz wenigen Menschen vorbehalten. Eine Aussage zu treffen, ob man die „Droge“ im Griff hat, obliegt jedem selbst und ist von subjektiver Art.

Ich weiß nur eines: Ich habe immer gedacht, ich hätte alles im Griff. Was für ein Trugschluss.

ICH BIN UND WAR FÜR MEIN LEBEN SELBST VERANTWORTLICH UND ICH GEBE NIEMANDEN UND NICHTS DIE SCHULD FÜR MEINE ERLEBNISSE! AUßER MIR SELBST.

Was mache ich heute?

Ich lebe meinen Traum. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Als selbstständiger Fotograf und Filmemacher habe ich ein Film­ und Fotostudio in Fulda aufgebaut. Ich habe den Standpunkt, dass jeder alles in sich trägt. Jeder Mensch kann fast alles erreichen, was er sich als Ziel vornimmt. Mein Leben ist jetzt selbstbestimmt und nicht mehr fremdgeleitet. Hier geht es zu meiner Firmenseite: MyByte Media

Du bist, was Du sagst

Persönlicher Erfahrungsbericht

Drogeninduzierte
Psychose

Mein Wahn

Nach acht Jahren des Drogenkonsums wurde ich manisch/depressiv. Nach dem zehnten Jahr dann die Psychose. Ich hatte Zwänge und eine Raserei! Des Weiteren hatte ich Bedeutungserleben in Verbindung mit massiven Wahnvorstellungen. Ich dachte, dass ich der heilige Geist sei und irrte mit einem Zahlen- und Buchstabenwahn durch meine geistige Welt. Als ich dann den wahnhaften Auftrag („von einer höheren Macht“) bekommen habe, jemanden zu opfern (zu töten), wollte und konnte ich diese Handlung nicht ausführen. Zum Glück! Ich wollte mir selbst das Leben nehmen! Ein kausales Erlebnis brachte mich dann aber dazu, wieder Vertrauen in meine Angehörigen zu fassen (bis dahin dachte ich, sie seien mit dem Teufel im Bunde) und ich begab mich mit Absprache meiner Eltern freiwillig in die Psychiatrie. Dort wurde ich dann ambulant einundhalb Jahre behandelt und betreut! Ich hatte Panikattacken, Angstzustände, Verfolgungswahn, Größenwahn (Omnipotenzwahn), Megalomanie.

Was habe ich jetzt? Ich habe Angst vor Drogen! Ich stehe mit meiner Geschichte in einer Verantwortung. Deshalb erzähle ich sie! Du bist, was Du sagst!

Suchtmittel allgemein

Für Menschen, die sich nicht mit modernen Suchtmitteln auskennen, erläutere ich zuerst einmal die allgemein bekannte Wirkungsweise, bevor ich zu meiner Autobiografie komme. Ich hatte schöne Zeiten und ich möchte sie nicht missen. Wenn ich aber heute die Wahl hätte, noch einmal zu entscheiden, dann hätte ich die Drogen nie angerührt. Mein Anliegen ist es, Aufklärung zu betreiben und nicht die Dinge zu verherrlichen, die ich erlebt habe. Rückblickend auf die Entwicklung des Konsumverhaltens der TechnoGeneration (seit Anfang der 90er) ist ein erschreckend selbstverständlicher Umgang mit Drogen zu beobachten, auch außerhalb dieser Szene. Wir alle konsumierten ohne Kenntnis der Langzeiterscheinungen, welche das Leben von uns stark beeinträchtigten oder sogar im negativen Sinne verändern! Ich möchte mit meiner Geschichte Bewusstsein schaffen, da ich Langzeiterfahrung habe! Nicht nur bei den vielen Konsumenten – auch bei all den verzweifelten Eltern und Angehörigen. Nicht jeder Süchtige nimmt Drogen (Alltagssüchte, Fresssucht, Spielsucht etc.) und nicht jeder
Drogenkonsument ist süchtig (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Zentrales Merkmal der Sucht ist der, in der Regel lebenslange, Kontrollverlust über Zeitpunkt und Menge des Konsums. Eine Therapie kann die Abhängigkeit zwar stoppen, das „Suchtgedächtnis “ aber nicht löschen. Fachleute unterscheiden die stoffgebundene (z.B. Alkoholismus, Drogen usw.) von der nichtstoffgebundenen oder Verhaltenssucht (z.B. Arbeitssucht, Spielsucht, etc.). Jede Sucht ist durch körperliche und/oder psychische Abhängigkeit gekennzeichnet. Typisch für die körperliche Abhängigkeit ist die ständige Steigerung der Dosis, um eine bestimmte Wirkung zu erreichen. Sinkt der Drogenspiegel im Körper, treten heftige Entzugserscheinungen auf. Eine psychische Abhängigkeit wird vom Betroffenen meist kaum wahrgenommen. Das mit Gefährlichste ist es, verschiedenste Drogen zu mischen. Der Cocktail aus verschiedenen Suchtmitteln führt meistens zum
Kontrollverlust. Kriminelle Energie und jegliche Art von Enthemmung wird oftmals freigesetzt. Mit Heroin, Crack, Crystal Meth, Liquid Ecstasy usw. habe ich keine Erfahrung! Gott sei Dank! Ich habe zu jedem Zeitpunt meines Lebens geglaubt, die Drogen im Griff zu haben…

Erfahrung mit Speed/Amphetamin

Wie der Name der Droge schon sagt…nach zehn Minuten war ich topfit. Ich verspürte keine Müdigkeit mehr und alles fiel mir irgendwie leichter. Die nächsten fünf bis sechs Stunden hatte ich etwas andere Wahrnehmungen. Ich erlebte alles etwas schneller. Wie in einem Comic, wenn die Figuren hin- und hersausen.
Es gibt dir Energie, macht dich leistungsfähiger und man wird kreativ. Anfangs konsumierte ich es auch wieder nur am Wochenende und das nicht immer. Das Hungergefühl war wie ausgeschaltet nach einer Line. Ich brauchte nicht viel davon, um die gewünschte Wirkung zu erhalten. Ich war unruhig, impulsiv, leicht ablenkbar und ich hatte starke Schwankungen des Interesses. Trotz der überschwänglichen Energie hatte ich Probleme mit Struktur und Ordnung.

Fazit: Ich habe Speed zur Leistungssteigerung, zum Wachsein und zum Abnehmen benutzt…

Den Jojo-Effekt hatte ich dann prompt. Irgendwann habe ich dann wirklich geglaubt, dass ich ohne Speed nicht mehr aktiv bzw. wach sein könnte. Obwohl ich „manchmal“ ausgeschlafen war, meinte ich, dass ich mir eine Line reinziehen müsste, um fit zu sein! Ein Nebeneffekt war auch, dass ich mehr Selbstbewusstsein bekam. Ich bekam eine Raserei… und wirkte auf andere wie ein aufgeregtes Etwas. Letztendlich bekam
ich durch den übermäßigen Speed-Konsum und das dazugehörige „Runterrauchen“ mit Cannabis meine drogeninduzierte Psychose. Es raubte mir meine Authentizität und meinen Verstand!

Wirkung von Ecstasy

Auf Ecstasy hatte ich den unbändigen Drang zu tanzen. Also gingen wir auf Party’s.
Wir tanzten uns zu cooler Musik in Ekstase. Stundenlang, obwohl ich eigentlich nicht der Tanztyp bin. Meine gute Stimmungslage wurde verstärkt und ich hatte alle irgendwie lieb. Die Grundwirkung ist immer eine aufputschende und ein Gefühl der Freude sowie der Ausgelassenheit.

Manche Pillen habe ich immer mit einem Dauer-Orgasmus verglichen. Du bliebst wach, warst drauf, schön verspult und der Konsum war einfach. Die weit verbreiteten emotionalen Tiefs am Ende des Konsums hatte ich so gut wie nie.
Da es mir auch mit Ecstasy nicht schlecht ging, speicherte ich auch diese Erfahrung als harmlos und spaßbringend.
Ecstasy steigert die Fähigkeit zur ungezwungenen Kontaktaufnahme mit anderen Menschen und die Fähigkeiten zum Verständnis der inneren Gefühle.
MDMA ist eine halluzinogene Droge. Die Gefahren des Langzeitkonsums von MDA sind ebenso wie die von MDMA nicht endgültig geklärt. Es besteht der Verdacht von dauerhaften Schädigungen des zentralen Nervensystems. Ein Wirkstoff, der im Gehirn stimmungsverändernd wirkt. Ecstasy schaltet die Alarmwahrnehmung des Betroffenen aus. Durst und Hunger, Schwindel, Unwohlsein, Erschöpfung oder Schmerzen (z.B. „Muskelkater“) werden nicht rechtzeitig bewusst, um einem lebensbedrohlichen Kollaps, einer Art „Hitzschlag“ des Körpers, vorbeugen zu können. Amphetamine und Amphetaminderivate wie Ecstasy machen psychisch abhängig. Bei dauerhafter, regelmäßiger Einnahme lassen die angestrebten bewusstseinerweiternden, aufputschenden und leistungssteigernden Effekte stark nach. Irgendwann stellt sich bei mir das Gefühl ein, dass ich am Wochenende ohne ein Teil (EcstasyPille) nicht mehr so viel Spaß haben kann. Ganz selten habe ich mir eine ganze Pille gefahren. Meistens eine halbe oder sogar eine viertel. So eine halbe Pille am Wochenende kann man doch mal nehmen, dachte ich. Gesichtskirmes durch übermäßigen Konsum hatte ich nie.

So war’s bei mir! UND BEI EUCH?!

Auswirkungen von Cannabis / Haschisch / Gras

Das Haschischrauchen hatte mich so befriedigt und Spaß gemacht, dass ich es dann öfters tat. Keinen dicken Kopf mehr wie von Alkohohl. Ich konnte so richtig schön entspannen. Das erste Jahr konsumierte ich Cannabis nur am Wochenende zu besonderen Gelegenheiten, weshalb ich mir auch keine großen Gedanken darüber machte.
Nach einem Jahr wurde es dann immer häufiger. Manchmal unter der Woche, drei Tage hintereinander, dann drei Wochen Pause… So ziemlich alle Konstellationen und Zeiträume, die man sich vorstellen kann. Ab und zu mal kiffen, das ist meins und auch nicht so ungesund wie Alkohol! Ich fand es cool und kontrollierbar. Irgendwann lachte ich nicht mehr so viel. Ich war einfach nur noch breit. Um die gewünschte Entspannung zu erreichen, reichte ein Joint alleine schon lange nicht mehr aus. Wenn ich kiffte, dann drei, vier oder mehr Joints am Abend. Ich probierte Pfeifen , Bong, Erdbongs, Kawumm, Eimer und was es da sonst alles noch gab. Irgendwann steigerte sich die Häufigkeit und mein Verlangen. Mein Körper hatte sich an den Wirkstoff schon längst gewöhnt.
Mein „ScheißegalEmpfinden“ und meine Antriebslosigkeit wurde immer etwas größer. Ich bekam kaum noch etwas geregelt und ich konnte meine Ketten nicht sprengen.
Fazit: Ich wurde manchmal launisch, sprunghaft, kreativ, aber ich war nicht in der Lage, etwas richtig durchzuziehen. Grundsätzlich hatte ich auf nichts richtig Bock. Meine Aktivitäten beschränkten sich auf das Beschaffen der Droge! Ziele setzte ich mir keine. Mir war fast alles egal! In die Stadt zu gehen, unter Leute, war immer mit einem schlechten Gefühl verbunden. Meistens hing ich daheim ab oder bei „Freunden“.

Meine Erfahrungen mit LSD

Mit LSD ist das so eine Sache bei mir. Hatte „nur“ einen einzigen schlechten Trip in dem Verlauf meines Konsums. Dieser schlechte Trip hat mir aber ein paar sehr unangenehme Flashbacks beschert! Ich hoffte, dass diese Flashbacks endlich aufhören, auch wenn sie nur sporadisch sind! Ich hatte eine äußerst lebhafte Fantasie, gesteigerte Kreativität und Assoziationsvermögen. Befreiung von den Beschränkungen von Raum und Zeit. Mystisches und spirituelles Erleben.
Negativdiagnostik: Vorübergehende körperliche Nebenwirkungen von LSD
Besonders in der Anfangsphase der LSD-Wirkung können Atmung, Pulsfrequenz, Blutdruck, Körpertemperatur (Schweißausbrüche) und Blutzuckerspiegel erhöht sein. Es kann zu geweiteten Pupillen kommen. Schwindelgefühle und Benommenheit können auftreten. Diese Wirkungen sind für den LSD-Konsumenten spürbar, allerdings beeinträchtigen sie nur selten das Wohlbefinden.

Psychische Risiken

Die Risiken beim LSD-Konsum liegen eindeutig im psychischen Bereich und sind im wesentlichen von der Persönlichkeitsstruktur, der vorherrschenden Grundbefindlichkeit und der aktuellen psychischen Verfassung des Konsumenten abhängig.

Leben mit akuten Panikreaktionen – Bad Trips

Die Wahrnehmungsveränderungen können derart heftig werden, dass der (unerfahrene) Konsument mit ihnen nicht mehr zurechtkommt: Verwirrtheit und akute Panikanfälle können besonders in der Anfangsphase des LSD-Rauschs
die Folge sein. Mit zunehmender Konsumerfahrung werden die Wahrnehmungsveränderungen meistens nicht mehr als beunruhigend empfunden und nicht mehr in Panikreaktionen umgesetzt.

Das Wiedererleben verdrängter traumatischer Erfahrungen oder das Hineinsteigern in eine akute seelische Krise können einen „Bad Trip“ zur Folge haben, insbesondere dann, wenn dem Konsumenten eine Problembewältigung selber nicht gelingt.

Hängen bleiben

Bei Menschen mit bestimmten Veranlagungen (z. B. besondere IchSchwäche) kann es nach LSD-Konsum zu länger anhaltenden mentalen Störungen kommen. Es sind Fälle bekannt, in denen Wahrnehmungsveränderungen und Halluzinationen nach der Einnahme einer einzigen (meist extrem hohen) Dosis LSD bis zu drei Wochen andauerten – oder länger!

Wirkung von Kokain

Kokain erzeugte bei mir ein starkes Stärke- und Glücksgefühl. Auf der anderen Seite verging mir aber das Lachen. Für mich fühlte sich Kokain immer „filmig“ an. So richtig „GUT“ drauf kam ich nie. Ich hatte eine gesteigerte Aggressivität und Gewaltbereitschaft. Es bewirkte in mir, dass ich mich kalt und rücksichtslos verhielt. Unkontrollierbare Angstzustände. Paranoia, Psychosen. Ich kam einfach nicht mehr zur Ruhe. Manchmal glaubte ich noch eine nachlegen zu müssen – und noch eine und noch eine… um besser drauf zu kommen. Das Ausmaß des aufputschenden Effekts hängt sowohl von der Person des Konsumenten selbst, wie auch von der Dosis, der Art des Konsums und der Qualität des Stoffes ab.
Fazit: Durch das extreme Stärke-Gefühl hatte ich mich zu einem „Arschloch“ entwickelt (Sorry wegen der Ausdrucksweise, aber das beschreibt es am besten). Alles und Jeder war mir egal. Einen Film nach dem anderen habe ich geschoben! Zum Glück habe ich das Zeug nur ein Jahr genommen! Die meisten fangen dann auch an zu dealen. Wer kann sich das Zeug sonst leisten. Man wird kriminell! Und
das ist kein Spaß mehr, weil man sich das ganze Leben versauen kann! So auch bei mir! Du bist der Pilot Deines eigenen Lebens!