230 Schüler folgten meinen Ausführungen und stellten mir nach meiner Geschichte viele Fragen. Abends dürfte ich dann vor den Eltern sprechen und die Veranstaltung wurde dadurch eine Runde Sache.

Suchtprävention in der Schule ist immer ein Stück Persönlichkeitsentwicklung

Suchtprävention kann besonders in den Bereichen Bindungsfähigkeit, Vertrauen, Selbstvertrauen und natürlich Werte (Werte im Leben, Selbstwertgefühl, Wertschätzung) einen wertvollen Beitrag zum Unterricht und zur Schulkultur leisten.

Immer wenn gemeinsam eine Entwicklung stattfindet, entstehen wertvolle Bindungen. In der Schule und natürlich auch in der Familie. Diese Bindungen erlauben es, miteinander offen zu sein, Schwäche zu zeigen, Mut zuzusprechen.

Es ist aber für Kinder und Jugendliche schwer, in der Phase des erst wachsenden Selbstbewusstseins anderen gegenüber offen zu sein, wenn von dort mehr Ratschläge als Aufmerksamkeit kommt, wenn es mehr Verbote als Ideen gibt und wenn mehr Desinteresse als Anerkennung erlebt wird.

Kinder und Jugendliche finden die fehlende Aufmerksamkeit und Anerkennung im Freundeskreis und verschließen sich gegenüber Eltern und Lehrkräften. Hier liegt eine große Aufgabe in der Suchtprävention und in der Schulkultur, einen Rahmen zu schaffen für Wahrheit und Offenheit, für Anerkennung und Ordnung, einen Rahmen für Wahrheit und Liebe/Werte im täglichen Miteinander in der Schule. Das macht Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte stark gegen Sucht.