Suchtprävention at it`s best! In Hilders mit der F Foundation

Hilders. Die mit Abstand am häufigsten gestellte Frage, die wir bei Lesungen, Vorträgen oder Workshops gestellt bekommen, ist: „Was können wir tun, um unsere Kinder vor einer Sucht zu bewahren?“
Es wäre schön, wenn wir darauf eine einfache und pauschale Antwort geben könnten. Die gibt es aber nicht. Jeder Mensch ist anders. Jedes Kind ist individuell, hat andere Bedürfnisse und damit auch andere Gründe in eine Sucht zu rutschen. Pauschale Ansätze sind hier keine Lösung. Eins aber ist sicher: Tabus und Verbote können nicht der Weg sein, denn genau das sind die Punkte, die es noch interessanter machen. Verbote haben immer etwas an sich, die einer Sache einen gewissen Reiz verleiht. So ist es auch bei Suchtmitteln.
Die Rauschmittel an sich sind allerdings häufig nicht die alleinige Ursache für eine Abhängigkeit. Oftmals sind es viel tiefer sitzende Probleme, die die Jugendlichen zu Suchtmitteln greifen lassen. Ein Mangel an Selbstwertgefühl, kommunikative Schwierigkeiten, mangelndes Urvertrauen, Traumata, zu viel oder zu wenig Anerkennung, Überforderung, angestaute Aggression und Depressionen sind nur einige, die wir hier aufführen möchten.
Um Kinder vor Sucht zu bewahren, müssen wir ihnen eigene Kompetenzen und Stärken vermitteln. Sie über Rauschmittel und stoffungebundene Abhängigkeiten aufklären, Nach- wie auch Vorteile benennen, und sie zu Menschen voller Wissen und Selbstliebe erziehen, damit sie eigenständig vernünftige Entscheidungen fällen können.
Um Jugendliche zu stärken und sie auf die Auswirkungen von Abhängigkeiten aufmerksam zu machen, hat die F. Foundation am 23. Januar 2020 an der Ulstertalschule in Hilders einen Suchtpräventionstag für über 100 Schüler der 8. und 9. Klassen veranstaltet. Für die Kids ein Tag voller Inspiration, Faszination und Motivation. Mutig haben Sie sich ans Mikro und auf die Bühne getraut. Sie haben sich an den Live-Coachings beteiligt und zahlreiche Fragen rund um das Thema Sucht, Abhängigkeit und Leben gestellt. Die F. Foundation hat sich an diesem Tag wieder einmal mehr dafür eingesetzt, Menschen und Jugendliche stark zu machen. Die Referenten und Coaches präsentierten Suchtprävention at it`s best. Vom Missbrauch illegaler Drogen, über Alkoholkonsum, über Bulimie und Essstörungen, hin zu Mobbing, wurde ein breites Spektrum an modernen Süchten dargestellt. Echte Menschen mit echten Geschichten haben nicht nur Inhalte vermittelt, sondern sich mit Beispielen, Fragen und Übungen für die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen eingesetzt.
Möglich gemacht wurde dieser doch etwas andere und spektakuläre Schultag dank der Initiative Superkraft Charity. Die Initiatoren Boris Kiauka, Michael Kraus und Christoffer Müller sind die kreativen Köpfe, die voller Engagement, Durchsetzungs- und Überzeugungskraft ihren sozialen Fußabdruck hinterlassen möchten. Mit einer grandiosen Abendveranstaltung in der Bachmühle in Fulda unter dem Motto „Gute Freunde treffen und gemeinsam mit ihnen ein leckeres Abendessen genießen“, hatten die Initiatoren zu einer Wohltätigkeitsveranstaltung geladen. Die daraus entstandenen Einnahmen wurden dann verschiedenen Projekten zugeteilt und haben es mit 3500 Euro ermöglicht auch den Suchtpräventionstag an der Ulstertalschule ins Leben zu rufen.

Am 23. Januar 2020 haben fünf Mitglieder der F. Foundation ihr Wissen weitergegeben und das Publikum in Ihren Bann gezogen. Mathias Wald erzählte seine bewegende Lebensgeschichte und machte den Kids klar, dass jeder einzelne das Steuer des Lebens in die Hand nehmen kann. Wolfgang Sosnowski brachte die Jugendlichen nicht nur zum Staunen, sondern ganz sicher auch zum Nachdenken, als er mit seinem Theaterstück seine Drogenkarriere zum Besten gab. Die Dritte im Bunde war Anni Zimmermann, die mit ihrer bunten und rotzigen Art ihre Geschichte raus aus der Essstörung erzählte und dabei nicht nur die Mädels inspirierte. Ein Leben mit und ohne Alkohol führte Thomas Dettmann und hat in seinem Vortrag das Fliegen und Fallen im Alkoholrausch auf lockere Art dargestellt. Mit dem spannenden Thema Mobbing beendete Jesse Dean die wirklich gelungene Veranstaltung der F. Foundation. Der Abend wurde abgerundet durch einen Vortrag mit Mathias Wald und Thomas Dettmann für die interessierten Eltern.

Fachtagung in Chemnitz

Der Fachtag mit Informationen zum aktuellen Wissensstand Cannabis, Folgen riskanten Konsumverhaltens und Präventionsmöglichkeiten. In Fachvorträgen wurden
interessante Einblicke in die Suchtpräventionsforschung und erfolgreich laufende Präventionsprogramme in Chemnitz gegeben. Beiträge aus Theorie und Praxis sollen Impulse für eine nachhaltige Suchtprävention setzen. Dem Bedarf nach fachlichen Austausch und Diskussionen wurde im Rahmen der Vorträge und des Tagungsverlaufs ausreichend Raum gegeben. Ich durfte einen Vortrag halten und zwei Workshops begleiten.

Intervention bei Drogen und Sucht. Eine innoative Video Plattform für Eltern und Angehörige die praktische Hilfe suchen.

Was kann ich tun, wenn mein Kind Drogen nimmt?

Eine innoative Video Plattform für Eltern und Angehörige die praktische Hilfe suchen.
Prävention- und Intervention von Experten und ehemaligen süchtigen. Wir sind Experten einer innovativen Video-Plattform für Suchtprävention sowie Intervention und bieten Hilfe für Eltern süchtiger Kinder. In zahlreichen Videos vermitteln wir Praxis- und Erfahrungswissen. Unser anliegen ist es, den Eltern und Angehörigen süchtiger Kindern mit unserem Wissen zu helfen. www.eltern-suchthilfe.de

Blended-Learning und E-Learning in der Suchtprävention

Wir entwickeln für die Prävention in deutschen Firmen und Schulen E-Learning Konzepte. Sie dürfen gespannt sein.

Vorteil E-Learning

  • Evaluation des Lernerfolgs

  • Bestimmung des individuellen Trainingsablaufs des Nutzers

  • Individualproduktion oder Standardinhalt

  • Auf den Lernenden angepasste E-Learning-Content Formate erzielen einen hohen Lerneffekt

  • Learning-on-demand flexibilisiert die Weiterbildung, das spart Ressourcen, Zeit und Reisekosten

Vortrag und Workshop für Suchtprävention und im Vordergrund sind Auszubildende

Suchtprävention im Betrieb bei Kali und Salz für Auszubildende

Suchtprävention im Betrieb für Auszubildende. Ein Vortrag inkl. Workshop mit ca. 45 Auszubildenden. Es war toll zu sehen wie die jungen Menschen mitgemacht haben.

K+S verfolgt seit Jahren das Ziel, dem Gebrauch und der Abhängigkeit von Suchtmitteln durch Mitarbeiter vorzubeugen bzw. diese zu verhindern. Zu diesem Zweck werden auch im Kaliwerk Zielitz unterschiedlichste Sucht-präventionsmaßnahmen für Azubis angeboten. Dabei wird insbesondere Wert auf unterschiedliche und abwechslungs-reiche Präventionsmaßnahmen gelegt, die den Nerv der jungen Arbeitnehmer treffen. In den vergangenen Jahren wurden die Auszubildenden im Rahmen des bundesweiten Programms „Prev@Work“ über Drogen- und generelles Suchtverhalten aufgeklärt. Ein ganz neues Modell der Prävention rief nun Sandra Ladebeck, Koordinatorin Betriebliches Gesundheitsmanagement des Werkes, ins Leben. Auf einer Fachtagung der Knappschaft zum Thema „Sucht am Arbeitsplatz“ wurde sie auf Mathias Wald aufmerksam. Der 44-jährige, bekannt aus Presse und Fernsehen, ist Vortragsredner und Lifecoach und bietet unter anderem auch Suchtpräventionsworkshops für Auszubildende an.
Im April fand ein solcher Workshop mit 41 Auszubildenden des ersten Lehrjahres im Kaliwerk Zielitz statt. Alle Azubis zeigten großes Interesse und waren sehr beeindruckt von der Art und Weise des Vortrages. Das liegt vor allem daran, dass die Workshops von Mathias Wald keine typischen Aufklärungsseminare über Drogen und ihre Aus- und Nebenwirkungen sind. Er klärt die Jugendlichen aus einer anderen Perspektive auf, da er selbst einmal in einer schweren Abhängigkeitssituation war. In dem sechsstündigen Seminar teilt Mathias Wald offen und ehrlich seine persönlichen Erfahrungen mit den Azubis und erzählt ihnen was die Drogen aus und mit ihm gemacht haben. Viel wichtiger aber: Er ist ein positives Beispiel dafür, dass ein Weg aus der Drogensucht gelingen kann. In seinem Seminar behandelt Mathias Wald allerdings nicht nur ausschließlich das Thema Drogen und Drogensucht. Viel mehr geht es ihm um die Persönlichkeit und Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen. Mit der Botschaft: „Du bist der Pilot in deinem eigenem Leben“ versucht er jungen Menschen in seinen Vorträgen seine Vision nahe zu bringen, sich für ihre eigene Persönlichkeit ohne Fremdbestimmtheit und Suchtdruck zu sensibiliseren. Der Workshop wurde von unseren Azubis durchweg positiv bewertet. Alfred Zellmer, Auszubildender Bergbautechnologe Fachrichtung Tiefbohrtechnik, berichtet: „Im Vergleich zu anderen Suchtpräventionsmaßnahmen hat mich diese Art deutlich stärker angesprochen. Durch die offene und sympthatische Art von Mathias und seiner Vorgeschichte, ist ein direkter Bezug zum Thema da, welches es anschaulicher und besser nachvollziehbar macht.“

Gemeinschaftsprojekt in Wiesentheid Schule mit der F Foundation

Ein tolles Gemeinschaftsprojekt – 4 Klassenräume – 5 Personen/Vortragende/Workshops inkl. Abendveranstaltung mit Eltern und Lehrer!

Ich durfte mit Thomas Dettmann den Elternabend abhalten.

Organisiert wurde das Programm von uns –120 Schüler und Schülerinnen die von 5 Referenten vorgetragenen Lebensgeschichten, die von verschiedenen Süchten geprägt waren.

Alkohol, illegale Drogen, Mobbing, Obdachlosigkeit, Bulimie und Magersucht waren die Themen. Die Authentizität der Redner berührte die Teilnehmer besonders. Sie begriffen, dass das erste „Nein“ zu den verschiedenen Arten von Rausch das einfachste ist. Je tiefer die Sucht voranschreite, desto schwieriger ist es, aufzuhören. Das Interesse der Jugendlichen wurde durch Schweigen, Betroffenheit, Mitgefühl, gezielte Fragen, Selbstreflektion und die Spiegelung auf das eigene Leben deutlich. Am selben Abend bot die F.Foundation einen begleitenden Elternabend an. Die Eltern wurden gestärkt, ihren Kindern zu vertrauen, sich in die Materie einzulesen und nicht in Panik zu geraten.

„Wir sind froh, dass der Präventionstag so gut ankam und die Jugendlichen erreicht werden konnten. Sagte die Schule.“

Es war deutlich zu spüren, dass wir etwas in den Jugendlichen bewegen konnten“, resümieren die Mitarbeiterinnen des Jugendtreffs Ivonne Berthel und Seda Elmas den Tag. Dies bestätigt auch die Schulleitung Frau Zeier. Im Jugendtreff und in der Schule werden die Themen Konsum und Sucht in den kommenden Wochen nachbereitet.

Vortrag und Workshop für Suchtprävention und auf der Bühne bei der Foundation

Schulveranstaltung Prävention und starke Jugend

Am 24. Januar war Mathias Wald zu Gast im Hannah-Arendt-Gymnasium Potsdam

Als ehemaliger Drogenabhängiger berichtete er am Nachmittag den Schüler_innen der 8. und 9. Klassen von seinem Leben mit den Drogen und seinem Weg aus der Sucht. Abends konnten interessierte Eltern seine Geschichte hören und Fragen stellen. Heute erfolgreicher Filmemacher und Fotograf, war Mathias Wald zwölf Jahre lang drogenabhängig und konsumierte fast jede Droge – von seinen Erfahrungen berichtet er in den letzten Jahren in Vorträgen, in deren Zentrum nicht nur sein Leidensweg, sondern vor allem das Selbstwertgefühl, Liebe, Glück und Mut stehen.

Wir danken dem Förderverein, dass er den Besuch Mathias Walds möglich gemacht hat.

Podcast mit dem wunderbaren Christian Gaertner

Christian Gaertner hat mich in seinen Podcast eingeladen. Für den Podcast gibt es das Überthema Power, innere und äußere Stärke, Verbundenheit und Leistungsfähigkeit. Zu den Themen stellt Christian die Fragen und schaut hinter die Kulissen der Menschen und wie sie es schaffen, Dinge im Alltag erfolgreich umzusetzen. Er möchte Menschen zeigen, dass alles was sie brauchen, um ein glückliches und erfolgreiches Leben zu führen, bereits in Ihnen ist und dass sie durch bestimmte Techniken, viel Übung und Geduld und mit 100%igem Vertrauen in sich all das genauso erreichen können. Na, das passt doch mal perfekt zu mir. Es hat riesigen Spaß gemacht! Bald zu hören auf https://christiangaertner.com/

Hier das Video

SPENDEN FÜR EIN INNOVATIVES PROJEKT GESUCHT

** SPENDEN FÜR EIN INNOVATIVES PROJEKT GESUCHT** Drogen, wie Cannabis & Co., sind in unserer Gesellschaft präsenter denn je. In der Pubertät und Adoleszenz besteht das höchste Risiko für den Einstieg in die Sucht. Wenn ein Kind droht abhängig zu werden oder gar abhängig ist, erschüttert dies das Selbstverständnis der Eltern und der ganzen Familie. Viele Fragen und Probleme tauchen auf und lasten schwer.
Nun soll etwas bisher Einmaliges geschehen: von Drogensucht Betroffene selbst und betroffenen Eltern und Angehörigen geben gemeinsam Rat! Der Ratgeber will nicht belehren. Es sollen Erfahrungen darüber, was hilfreich ist, um die schwierige Situation zu bewältigen, aus den Perspektiven beider Seiten weitergegeben werden. Wir freuen uns über jede Spende damit wir das Projekt umsetzen können! Bitte helft mit!!!

Ein Gemeinschafts-Projekt der Arbeitsgemeinschaft der Rheinisch-Westfälischen Elternkreise Drogengefährdeter und Abhängiger Menschen e.V. in NRW und der F. Foundation (Teilförderung durch die AOK)

https://secure.spendenbank.de/form/2724/?langid=1&verwendungszweck=23744&vz_solo=1

Mathias Wald jetzt bei der Redneragentur von Karin Burger

Ich bin jetzt bei der besten Redner Agentur die man sich nur vorstellen kann.

www.agentur-fuer-redner.com

Karin Burger und Ihre Agentur hat eine Auswahl hervorragender Experten: Keynote-Speaker, Moderatoren und Künstler. Alle sind umwerfend auf der Bühne – und faszinieren fachlich, wie menschlich.

Hier der direkte Link

Durch die Betreuung von mehr als 1000 Events in den letzten 15 Jahren ist sie der perfekte Partner. Sie hat neben den Schulthemen die aktuellen Themen – Change, Digitalisierung, Innovation, Transformation, Nachhaltigkeit uvm.

Key Note Speaker und Vortragsredner auf der Bühne und im Vordergrund sind Kollegen und Schüler

Voller Erfolg – Jugend-und-Familien-Präventionsevent „Starke Jugend – starke Zukunft“

400 Jugendliche erschienen bei unserem Event. Wir bekamen ein tolles Feedback und freuen uns diese Projekt jeder größeren Stadt zur Verfügung zu stellen. Berlin steht Kopf! Zwei Fernsehteams (RBB und RTL) haben uns begleitet.

„Was können wir tun, um unsere Kinder vor Sucht zu bewahren?“, das ist die mit Abstand häufigste Frage, die wir bei unseren Lesungen, Vorträgen, Workshops und Vorstellungen gestellt bekommen. Die traurige Wahrheit ist: Es gibt keine einfache Antwort. Denn jedes Kind ist anders, hat verschiedene Bedürfnisse und braucht andere Ansätze. Eins aber ist gewiss: Tabu und Verbot sind nicht der Weg. Rauschmittel als solche sind nicht (alleinige) Ursache für eine Sucht, sondern viel tiefer Liegendes: ein Mangel an Selbstwertgefühl, kommunikative Schwierigkeiten, Defizite in der Ausbildung von Urvertrauen, Trauma, zu viel oder zu wenig Anerkennung, Überforderung, angestaute Aggression, Depressionen und viel mehr.

Tolles Event und nur zu empfehlen

Sich täglich selbst neu zu motivieren ist auch für mich immer wieder die Herausforderung. Wann zündet Dich mal jemand an? Ich war im Sommer bei Christian Bischoff und ich war echt angezündet. Was eine Energie und was ein Motivator. Die Kunst Dein Ding zu machen ist echt klasse!

Ich kann es jedem nur empfehlen der sich persönlich weiter entwickeln möchte!

Wer keine Zeit hat 2 Tage zu investieren, dem empfehle ich die 111 Motivationtipps von Christian Bischoff

 

Key Note Speaker und Vortragsredner, Vortrag für Eltern

Hilfe in NRW unterwegs“ mit dem Tagesthema: Was hätte ich als Angehöriger tun können…?

Was hätte ich als Angehörige tun können? Selbsthilfe

Einer von zehn Jugendlichen in Deutschland hat Drogenerfahrungen. Darunter konsumiert jeder vierte regelmäßig. Aber was ist zu Tun, wenn das eigene Kind plötzlich anfängt sich dieser Gruppe anzuschließen. Für jene steht zwar ein umfangreiches Hilfs- und Beratungsprogramm zur Verfügung, doch was ist mit den Angehörigen.

Schocknachricht: Das eigene Kind konsumiert illegale Rauschmittel

Jetzt ist es Zeit zu handeln. Die meisten Eltern reagieren auf diese Überraschung mit Hilflosigkeit und Überforderungen. Ein fataler Fehler. Aus diesem Grund müssen die Eltern in Deutschland aufgeklärt sein.

„Was hätte ich als Angehörige/r tun können?“ Ist die Frage, welche sich Eltern und co. Stellen. Leider ist es dann meist schon zu spät. Deshalb ist die Arbeit der Suchtprävention so wichtig geworden, da sie als Elternteil viel dazu beitragen, und viel verändern und verhindern können.

Cannabis und co. Wirken bei Kindern und Jugendlichen anders. Durch die geringere Entwicklung des Hirn, trägt ein früher Drogenkonsum maßgeblich zur Entwicklung der Persönlichkeit bei. Das unreife Gehirn passt sich an den Konsum an und reguliert die Cannabisrezeptoren. Dadurch kommt es schnell zu einer Abhängigkeit.

Mit der Sucht verlieren die betroffenen Kinder- und Jugendlichen die Kontrolle über das eigene Sozialverhalten. Und die Eltern sind meist hilflos ausgeliefert. Manche Eltern verstehen erst im Gespräch mit anderen Betroffenen warum sich Ihr Kind so komisch verhält.

Auf den ertsten Blick scheint es erstaunlich, dass die professionelle Sucht- und Drogenberatung die Eltern Minderjähriger meist aus dem Therapieprozess heraushält, das jene meist selbst Verzweifelt und Überfordert. Aus diesem Grund müssen die Angehörigen lernen, dir richtige Distanz zu Ihren Kindern zu entwickeln und die nötige Konsequenz zu haben. Auch wenn es weh tut.

Gliederung:

  • Schule trägt stark zu Entwicklung bei
  • Viele Kontakte und Aktivitäten in der Schule
  • Risikofaktoren minimieren
  • Schutzfaktoren fördern
  • Experientierfreude, Grenzen erforschen
  • Können nicht vernichtet werden
  • Kinder lernen nicht mitzumachen

Beziehungs- und Konfliktfähigkeit

  • Die Fähigkeit, Emotionen wahrzunehmen und zu regulieren
  • Ein positives Selbstwertgefühl
  • Ein aktiver Problembewältigungsstil
  • Selbstständige Urteilsbildung,Selbstbehauptung und Standfestigkeit
  • Eine hohe Selbstwirksamkeit
  • Genuss- und Erlebnisfähigkeit und
  • Bescheid zu wissen über mögliche Risiken

 

Key Note Speaker und Vortragsredner an einer Schule und im Vordergrund sind Schüler

Vortrag Suchtprävention in der Wiesbadener Realschule Gerhart-Hauptmann Schule

Warum Suchtprävention in der Schule

Sie ist für jeden ein großer Bestandteil im Leben und trägt stark zu der Entwicklung eines Kindes bei. Es ist Ausgangspunkt für Kontakte und Aktivitäten. Daher ist das Risiko groß, dass sich ein „schwarzes Schaf“ unter den anderen befindet. Kinder und Jugendliche im jungen Alter verhalten sich meist Experiementierfreudig und möchten Ihre Grenzen erforschen. Jedoch haben diese auch genauso einen instinktiven Schutzmechanismus.

Der Ansatz, der Suchtbeauftragen einer Schule und die geleistete Prävention baut, aus diesem Grund darauf auf, dass mögliche Risikofaktoren minimiert werden, indem die Schule zu einem sicheren Ort gemacht werden soll. Und darauf, dass Schutzfaktoren gefördert werden und die Kinder sich somit selbst vor Drogen und Co. Schützen. Durch Vorträge zur Suchtprävention wird den Kindern aufgezeigt, welche Folgen ein Konsum illegaler Drogen haben kann. Denn viele Jugendliche, welche sich in einen solchen Bereich begeben wissen meist nichts von möglichen Folgen und hinterfragen dies nicht. Deshalb müssen die Kinder und Jugendlichen durch Vorträge geschützt werden, damit sie selbst nachdenken und sich gegen eine solchen Fehler entscheiden können.

Kurzfilm „Suchtprävention“ mit Toximan und der Rainald von Dassel Schule

Es geht in diesem Film um das Dazugehörigkeitsgefühl. Eines der stärksten Gefühle welches junge Menschen manchmal zu Dingen verleitet. Der Jugendliche ist sich der Tragweite und der Konsequenzen nicht bewusst.

Konsum und Missbrauch von Alkohol und Tabak sowie Cannabis beginnen meist im Jugendalter. Darüber hinaus sollen auch die neuen gefährlichen synthetische Drogen, bekannt als Legal Highs (Badesalz oder Kräutermischungen) sowie Crystal Meth und andere illegalen Drogen unter die Lupe genommen werden. Daher ist es wichtig, mit der Prävention bereits zu dieser Zeit anzusetzen. Aktuelle Studien verweisen zwar auf den Rückgang von Alkohol- und Tabakkonsum unter Jugendlichen, warnen gleichzeitig jedoch davor, dass immer noch zu viele junge Menschen regelmäßig riskantes Konsumverhalten an den Tag legen

Präventionsmaßnahmen erweisen sich dann als besonders wirksam, wenn sie unter Gleichaltrigen erfolgen und kreativ umgestzt werde. Im Rahmen des geplanten Projektes sollen daher Jugendliche (Schülerinnen und Schüler der Rainald-von-Dassel -Schule ) mit Unterstützung des Projektleiters Wolfgang Sosnowski , einem weiteren Suchtexperten Mathias Wald einen Film drehen, in denen Ursachen, Auswirkungen und Lösungsmöglichkeiten in Bezug auf Missbrauch von Alkohol und Zigaretten verdeutlicht werden. Es soll gewissermaßen ein Alltag gezeigt werden in der Schule. Mit welchen Kontaktpunkten haben die Jugendliche in der Schule in Bezug auf Drogen und Rauschmitteln.

Die fertigen Filme werden anschließend im Schulunterricht gezeigt und gemeinsam mit den SchülerInnen reflektiert.

Hier das Making of mit Interviews

Ich als Autor im „Großen Handbuch Schulkultur“ von Jutta Sengpiel und Dieter Smolka

Erscheinungstermin: 15.06.2018

1. Auflage 2018
ca. 816 Seiten
Carl Link Verlag

von Jutta Sengpiel (Hrsg.) / Dieter Smolka (Hrsg.)

Produktinformationen „Das große Handbuch Schulkultur“

Jeder wünscht sich eine Schule, in der sich alle wohlfühlen und in der das Lernen Spaß macht. Mit Sicherheit auch Sie! Ein Zustand, der nicht an allen Schulen herrscht und der auch nur selten von alleine wächst. Dabei kann ein gutes Schulklima schon mit kleinen Schritten erfolgreich angetrieben werden.
Die wichtigste Voraussetzung für gute Lehr- und Lernleistungen, die Identifikation mit der eigenen Schule und auch für die Qualitätsentwicklung insgesamt ist eine gelebte Schulkultur.
Aber wie schaffen Sie es als Schulleitung, eine lebendige und wertschätzende Schulgemeinschaft aufzubauen?
Dieses umfangreiche Standardwerk bietet Ihnen wertvolle und praxisorientierte Strategien für eine gelingende Schulkultur auch an Ihrer Schule!

Aus dem Inhalt:

  • Gestaltung der Schule als Lern- und Lebensraum
  • Innovative Konzepte für eine demokratische Schulkultur
  • Umgang mit Vielfalt – soziales Lernen leben
  • Gemeinsam gesunde Schule entwickeln
  • Außerschulische Kooperation und erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit

Suchtprävention durch die Entwicklung persönlicher Kompetenzen

MATHIAS WALD

Einleitung

Zeitgemäße Suchtprävention in der Schule ist wichtig. Schülerinnen und Schüler sind vielen Einflüssen ausgesetzt und haben eine große Anzahl möglicher Informationsquellen. Verharmlosung, Desinformation, sozialer Druck und die eigene Orientierungslosigkeit sind Faktoren, die bei Jugendlichen den Erstkontakt mit legalen und illegalen Drogen begleiten und häufig zu Fehleinschätzungen führen. Suchtprävention in der Schule ist deshalb so wichtig, weil die Gefahren, die von diesen Substanzen ausgehen, so große Schäden hinterlassen können. In Schulen befinden sich Jugendliche in einem stark ihre Entwicklung bestimmenden Umfeld. Schulen sollen das Wissen um die gesundheitlichen Gefahren des Drogenkonsums und die juristischen Konsequenzen von Konsum und Drogenhandel vermitteln und Jugendliche zu eigenverantwortlichen Entscheidungen führen. Wenn Sucht in der Schule zu einem Thema wird und Jugendliche sich bewusst gegen Drogen und für ein starkes und selbstbestimmtes Leben entscheiden, hat Suchtprävention in der Schule einen großen Beitrag geleistet. Pädagogen gelingt es aber nicht immer, in den Spannungsfeldern der Schule die Jugendlichen beim Thema Sucht und Drogen zu erreichen. Wichtig sind hier positive Vorbilder und Experten, die Jugendliche bei einem Nein zu Drogen bestärken.

Begriffsbestimmung: Was ist »Sucht«?

Als Sucht gilt eine krankhafte, zwanghafte Abhängigkeit von Stoffen oder von Verhaltensweisen. Unterschieden wird zwischen stoffgebundener Abhängigkeit wie bei Alkohol, Cannabis, Zigaretten usw. und der stoffungebundenen Abhängigkeit wie bei Mager-, Spiel-, Kauf- oder Computersucht. Symptombezogen wird noch unterschieden zwischen seelischer (psychischer) und körperlicher (physischer) Abhängigkeit. Die psychische Abhängigkeit entsteht oft aus einer Lernerfahrung, etwa »wenn ich vorher einen Schnaps trinke/eine Zigarette rauche/eine Beruhigungstablette nehme/einen Joint rauche, dann fällt mir die Arbeit viel leichter. «In der weiteren Entwicklung wird der Suchtstoff als notwendiges oder alleiniges Hilfsmittel zum Erreichen des Ziels wahrgenommen, und »ohne den geht nichts mehr«.

Gemeinsam gesunde Schule entwickeln

Bei physischer Abhängigkeit reagiert der Körper auf die regelmäßige Zufuhr eines Stoffes und stellt den Stoffwechsel entsprechend um. Wird der Stoff nicht mehr zugeführt, reagiert der Körper mit Entzugserscheinungen, die abklingen, wenn das Suchtmittel erneut eingenommen wird. Nicht jeder Gebrauch oder Genuss ist aber gleich eine Sucht. Meist geschieht eine Entwicklung vom Gebrauch über den Missbrauch bis zur Gewöhnung und schließlich in eine Abhängigkeit. Die Grenzen sind ebenso fließend und individuell wie die damit verbundenen Gefahren. So ist eine Gewöhnung an und sogar Abhängigkeit von Nikotin gesellschaftlich»akzeptiert«, obwohl sie Familienmitgliedern und Umfeld ernsthaften Schaden zufügt. Als Drogen werden Stoffe bezeichnet, die auf das zentrale Nervensystem wirken und in die natürlichen körperlichen Vorgänge eingreifen. »Legale Drogen« sind alle im Handel erhältlichen Stoffe von Zigaretten bis Medikamente und »illegale Drogen«, eben jene mit Straftaten verbundenen Stoffe, sei es der Besitz oder der Handel damit.

Jugendadäquate, sachliche und emotionale Aufklärung

Drogen und Suchtprävention sind kein neues Thema, und doch halten sich viele Behauptungen,falsche Annahmen und Unwissenheit konstant in der öffentlichen Diskussion und damit in der Einschätzung vieler Eltern. Hatten Eltern wenig bis keinen Kontakt mit Suchtprävention, so sind sie häufig mit dem Drogenkonsum der Kinder überfordert oder nehmen die Indikatoren falsch wahr. Unwissenheit, Scham und Angst tragen zu Fehleinschätzungen und Passivität bei. Die Aufgabe der Suchtprävention und Aufklärung wird passiv und aktiv der Schule zugeschoben.

Schule kann und sollte die Jugendlichen für Suchtprävention auf drei Ebenen ansprechen:

Mit adäquat aufbereiteten Informationen, die in den verschiedenen Altersstufen auf unterschiedliche Suchtproblematiken eingehen. Zumeist erfolgt der Erstkontakt im familiären Umfeld und in Form von legalen Drogen. Wie wird in der Familie mit Zigaretten und Alkohol umgegangen, welche Gefahren liegen darin und wie können Kinder Nein sagen und eine Position einnehmen und vertreten, die sich mit dem Verhalten der Familie nicht deckt? Bei Jugendlichen kommen eigene Erfahrungen mit legalen Drogen und dann vielleicht auch der Kontakt mit illegalen Drogen hinzu, die meist primär von Gruppenerfahrungen geprägt sind. Auch hier ist es Aufgabe, altersadäquate Herangehensweisen zu finden, die einen geschützten Rahmen für offenen Austausch ermöglichen. Eine Vielzahl guter Informationen und Materialien finden Schulen bei den Fachministerien und einschlägigen Fachverlagen.

Mit sachlich richtiger Information, die auch die Familien mit einbindet und auch dort für die Anzeichen und Gefahren von Drogenkonsum sensibilisiert. Die sachlich falschen Informationen, die immer noch sehr verbreitet bei Eltern festzustellen sind, sind ein bedeutender Punkt in der Suchtprävention. Hier geht es zu meinen um das eigene Gebrauchs- oder Missbrauchsverhalten beim Umgang mit meist legalen Drogen, aber auch um das faktische Wissen um die Vielzahl der Suchtgefahren. Was ist akzeptabler Gebrauch von z.B. Alkohol und wann wird aus Konsum eine Sucht? Noch viel schwieriger ist dies einzuschätzen bei Internetnutzung/Computernutzung. Was ist in dieser Altersstufe »normal«, was ist noch akzeptabel und was ist gefährlich? Und bei den illegalen Drogen handelt es sich für die allermeisten Eltern um völliges Neuland. Sie erkennen illegale Drogen eher an ungewöhnlicher »Verpackung«, Verstecken oder Heimlichkeiten der Kinder, als dass sie Crystal Meth, Kokain oder LSD wirklich erkennen, wenn sie vor ihnen liegen. Die typischen Verhaltensweisen und Anzeichen für spezifischen Drogenkonsum ebenso wie die unterschiedlichen Erscheinungsformen der illegalen Drogen und die Möglichkeiten des Konsums sollten allen Beteiligten, Lehrkräften, Eltern und Schüler/-innen bekannt sein. Noch wichtiger aber ist die Vermittlung der unterschiedlichen Gefahren, die von den Substanzen und vom Erstkonsum ausgehen. Grundlegend ist hier, die öffentliche Akzeptanz und die kurzfristige und langfristige Schädigung nicht in Ungleichgewicht zu bringen. Denn erstens sind legale Drogen wie Alkohol und Zigaretten in überproportionalem Verhältnis der erste Schritt in eine spätere Sucht, auch von illegalen Drogen. Und zweitens ist die unmittelbare oder kurzfristige Schädigung durch verschiedene illegale Drogen drastischer und sichtbarer, wie das Beispiel Crystal Meth abschreckend vor Augen führt. Dass aber regelmäßiger Alkohol- und Tabakkonsum langfristig zu ebenso vielen Krankheiten und vorzeitigen Todesfällen führt, sollte nicht außer Acht gelassen werden. »Nur ein bisschen« schädliche Drogen gibt es nach dieser Auffassung nicht.

Gemeinsam gesunde Schule entwickeln

Mit emotionaler Aufklärung und Ansprache, denn es geht für jeden einzelnen um das eigene Leben, das eigene Überleben und um ein selbstbestimmtes Leben. Dieser Punkt ist es, der aus den Erfahrungen der letzten Jahre heraus den Unterschied macht, ob die vorangegangenen Informationen als solche abgespeichert oder verworfen werden und ob aus diesen Informationen echte Handlungsoptionen werden. Die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, ist die höchste Bewusstseinsstufe. Und in der schulischen Situation ebenso wie in Familien müssen sich Lehrkräfte und Eltern der Pflicht stellen, dies zu einem Teil für die Schüler/-innen zu übernehmen und sie auf den Weg der Selbstverantwortung bringen. Das ist eine Verpflichtung, die ich als die größte denkbare Verpflichtung für einen Menschen ansehe – die Verantwortung, einen Menschen zur Selbstverantwortung zu führen.

In den folgenden Abschnitten wird auf eben diese Punkte, Selbstverantwortung und Selbstwertgefühl, im Einzelnen eingegangen, um Suchtprävention durch die Entwicklung persönlicher Kompetenzen zu verdeutlichen. Präventionsarbeit kann demnach in jeder Altersstufe stattfinden, wenn die Inhalte altersadäquat, sachlich richtig und emotional ansprechend angeboten werden.

Im Grundschulalter stehen Grundkompetenzen im Vordergrund. Mit geeigneten Unterrichtsmaterialien werden Konfliktfähigkeit, Stressbewältigung, Selbstwahrnehmung und Problemlösungskompetenz gefördert.

In den Klassen fünf bis acht hat die Vorbildfunktion einen hohen Stellenwert: Stressbewältigung, Konfliktlösung und Frustrationstoleranz als normalen Bestandteil des Erwachsenwerdens vorzuleben und mit positiver Erwartungshaltung anzunehmen und zu lösen. In dieser Altersspanne werden auch die ersten Erfahrungen mit Drogen gemacht, meist von den legalen Drogen bis zu Cannabis. Kinder und Jugendliche stark zu machen, schon hier »Nein« zu sagen und bewusst Entscheidungen zu treffen, ist die Aufgabe von Lehrkräften und Eltern.

In der Oberstufe liegt der Schwerpunkt im Bereich der Risikoaufklärung und der Kompetenzförderung. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollen einen kritischen und selbstreflektierten Umgang mit Suchtgefahren kennenlernen. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Ausprobieren und gelegentlichem Konsum und andererseits regelmäßigem Konsum, der in die Sucht führen kann.

Die Abfrage des Wissensstandes in der Klasse kann erste Hinweise geben, mit welchen Themen und in welcher Tiefe sich einzelne schon mit Suchtgefahren auseinandergesetzt haben. Hier können auch Themen auftauchen, die weiteres Handeln oder eine weitere Beschäftigung möglich oder nötig machen. Nicht selten treten bei Jugendlichen mit Drogenerfahrungen auch die Entsprechungen in der Familie zutage.

Wie können die Jugendlichen selber damit umgehen, wie der Freundeskreis? Und wie geht eine Klasse mit dem Drogenkonsum einer Mitschülerin/eines Mitschülers um? Welcher Mangel soll hier kompensiert werden oder welche Glücksgefühle sollen hier wieder synthetisch hergestellt werden, die im täglichen Leben nicht ausreichend vorhanden sind? Und wie können Lehrkräfte und Schüler/-innen es schaffen, eigenen Mangel anzuerkennen und diesen nicht auf andere zu übertragen? Ein weiteres Thema, das bei der Vermittlung auftreten kann, ist Co-Abhängigkeit. Süchtige leiden an einem Mangel, der kompensiert werden soll. Aber wie und wie stark leiden die anderen mit? Wie leidet die Familie, wie die Mitschüler/-innen und wie leidet der Freundeskreis. Sorge, Angst, Scham und Unwissenheit spielen mit hinein, wenn im sozialen Umfeld mit einer Sucht umgegangen werden muss.

»Helikoptereltern« als Indikator erkennen

Sogenannte »Helikoptereltern«, habe ich als wachsenden Indikator für Suchtproblematiken gefunden, wenn Menschen mit stark eingeschränktem Vertrauen gegenüber ihren eigenen Fähigkeiten in die Erziehungssituation geraten. Die Eltern übertragen eine sich selbst verstärkende Emotionsspirale von Sorgen, Erwartungen, eigenen Entmutigungen und Machtlosigkeit auf die Kinder in dem Glauben, sie vor schlechten Erfahrungen oder gar Gefahren zu beschützen. Das Gegenteil ist der Fall, denn der stete Blick auf die negativen Gefühle und die möglichen Schwierigkeiten verstellen den Blick – nicht nur auf die möglichen positiven Entwicklungen, sondern auch auf die tatsächlichen positiven Eigenschaften, Möglichkeiten, und Ereignisse. Statt Kindern Hoffnung und Leichtigkeit mitzugeben, werden Angst, Sorge und Druck aufgebaut.

Gemeinsam gesunde Schule entwickeln

Und was erhalten Eltern von diesen Kindern emotional zurück? Leid. Es sind Selbstzweifel,Unzufriedenheit, Perspektivlosigkeit und Ideenlosigkeit, die das Kind den Eltern zurückstrahlt und damit die Schleife in Gang hält. Hier muss hingeschaut werden. Wenn Kinder von zu Hause keine Ermutigung bekommen, haben häufig die Eltern ein Problem mit der eigenen Wertschätzung.

Leichtigkeit und Schwere – Komfortzone, Leidensfähigkeit

»Liebe und Angst sind die zwei Pole, zwischen denen ein glückliches Leben entstehen kann.

«Liebe und Angst sind die großen Energien, denen sich die meisten Gefühle zuordnen lassen. Das Wort »Liebe« stammt vom mittelhochdeutschen »liep« für »Gutes, Angenehmes,Wertes« und soll hier mit dem Begriff »Werte« assoziiert werden. Ein kleiner Exkurs soll verdeutlichen, warum Liebe als Platzhalter für die richtigen Werte im Leben das eigene Leben und die Wahrnehmung so entscheidend beeinflusst:

Liebe ist eine Empfindung und geht als solche jeder Wahrnehmung kognitionsbiologisch und damit unbewusst voraus. Liebe/Werte sind eine Setzung, die jede nachfolgende Wahrnehmung und jede entsprechende Interpretation davon leitet. Dies ist psychologisch oder neurobiologisch eine Umdeutung, soll hier aber als Platzhalter dienen, um die Pole zu verdeutlichen, zwischen denen ein glückliches Leben entstehen kann. Mit Angst verhält es sich ebenso, denn auch Angst kann jede Wahrnehmung leiten.

Leichtigkeit und Schwere sind die Wahlmöglichkeiten, die in der Betrachtung von außen den Lebensweg anderer, die Lebensführung, den Erfolg, die Ausstrahlung prägen. »Sie hat so eine Leichtigkeit!« oder »Er nimmt alles immer so schwer« sind Metaphern, die dies für uns umgangssprachlich verdeutlichen. Aber wie so oft liegt diesen Metaphern eine wichtige Wahrheit zugrunde. Jeder kann sich jeden Tag aufs Neue entscheiden: Gehe ich mit Leichtigkeit durchs Leben oder mit Schwere? Wie begegne ich anderen Menschen, wie nehme ich Aufgaben und wie blicke ich auf meinen Tag zurück? Ist das Glas halb voll oder halb leer? Kindern und Jugendlichen diese Einsicht zu vermitteln, ist so wichtig. Es ist lebensbestimmend. Denn jeder kann jeden Tag selbst entscheiden, ob der Regen die Hauptsache ist oder die Gewissheit, dass bald wieder die Sonne scheinen wird. Schwere oder Angst sind keine guten Wegbegleiter. Pessimismus bei den eigenen Erwartungen, Zweifel an meinen Fähigkeiten, Sorgen über eine unbestimmte Zukunft oder Eifersucht gegenüber anderen zwingen die Gedanken in negative Schleifen. Je mehr Angst und Schwere in meinem Leben herrschen, desto mehr weitere Ängste werde ich finden und auf mich laden.

Die meisten Ängste, die man verspürt, treten aber nie ein.

Wenn Kindern und Jugendlichen der Weg gezeigt wird, mit den richtigen Werten und Leichtigkeit zu leben, wird vieles auch leichter fallen. Mit einer positiven Erwartung werden die Erfolge stärker wahrgenommen. Probleme sind dann keine Hindernisse,sondern notwendige Schritte auf dem Weg zum Erfolg. Aus Hoffnung wird Gewissheit und Freude. Die »Wert«-Schätzung der eigenen Taten steigt und damit das Gefühl, selbst»wert«-voll zu sein, als Mensch für mich und für andere einen ganz eigenen Wert zuhaben. Junge Menschen werden sich ihrer selbst bewusst, »selbstbewusst«.

Mit den richtigen Werten zu leben, mit dieser Voraussetzung das eigene Leben zu betrachten, verändert die Wirklichkeit. Es ist eine bewusste Entscheidung, auf diese Art wahrzunehmen. Diese bewusste Entscheidung sollte allen Kindern und Jugendlichen ermöglicht werden, um selbst zwischen Leichtigkeit und Schwere, zwischen Liebe und Angst wählen zu können.

Dieser Schritt zur Entscheidung ist aber für Kinder und Jugendliche und auch für Erwachsene nicht immer leicht zu gehen. Viele haben sind in ihrer Komfortzone eingerichtet und ziehen das Urteilen dem Verstehen vor. Andere zu beurteilen und das Umfeld zu bewerten ist viel leichter, als sich selbst zu hinterfragen. Und sich selber zu verändern, ist noch viel schwerer. Auch Jugendliche gehen lieber in die Opferrolle, in der es die äußeren Zwänge sind, die das eigene Leben bestimmen und die nun mal nicht zu ändern sind. Wenn ich passiv ausgeliefert bin, kann ich nichts ändern, dann brauche ich mich selber auch nicht zu ändern. Im Zweifelsfall bringt es ja sowieso nichts. Betroffene bleiben lieber in der Opferrolle und leiden selbst, anstatt aktiv an den eigenen Glaubenssätzen und Einstellungen zu arbeiten. Und das kann so weit gehen, bis psychische Störung und oft danach auch körperliche Erkrankungen (psychosomatische Erkrankung) auftreten.

Wiederkehrende Ursachen, Struktur und Ordnung

»Rituale und Strukturen bieten auch in stürmischen Zeiten Halt.«

Ordnung innen wie außen ist etwas, das sich immer wieder bestätigt hat. Die Ordnung im Zimmer, auf dem Schreibtisch, in der Wochenplanung oder beim Erledigen von Aufgaben ist immer auch ein Spiegel der Ordnung im Kopf. Kinder und Jugendliche werden in der Schule ab der ersten Klasse an Strukturen und Ordnungen gewöhnt. Wenn diese Strukturen und Ordnungen sich aber in der Familie nicht wiederfinden, muss dort Hilfestellung angeboten werden.

Viele Drogensüchtige berichten, dass besonders in der eigenen Familie Strukturen, Ordnung und Regeln gefehlt haben: Vom fehlenden gemeinsamen Essen über Ordnung im Haus und im Zimmer bis zu Mediennutzungszeiten und Konsequenzen bei Regelverstößen.

Gemeinsam gesunde Schule entwickeln

Die wiederholte Erfahrung »Das ist so und es ist gut so, weil es funktioniert und ich mich darauf verlassen kann« ist eine Grundannahme, die Kinder und Jugendliche verankern müssen. Denn hieran machen sich viele weitere Werte und Regeln des Zusammenlebens fest. Auch die Erfahrung, dass sich andere an Strukturen halten, ist wichtig. Wenn Unterricht zu festgelegten Zeiten beginnt, wenn zum Trainingsbeginn alle umgezogen da sind, wenn es Tage mit Fernsehen bis 22 Uhr gibt und andere, an denen alle auf Fernsehen verzichten und miteinander spielen. Und wenn beispielsweise verabredet ist, dass das Kind um 18 Uhr zu Hause ist und dafür dann auch das Essen vorbereitet ist, wird die Sinnhaftigkeit von Struktur und Ordnung erlebbar und verständlich.

Die eigenen Gefühle erkennen – Verantwortung übernehmen

»Nur noch Liebe und Wahrheit leben.«

Verantwortung nicht nur für die eigenen Taten, sondern zuerst einmal für die eigenen Gefühle zu übernehmen, ist ein großer und wichtiger Schritt. Die eigenen Gefühle entstehen immer auf der Basis eines Wertegefüges und einer Setzung. Wird Positives erwartet,werden Ereignisse auch eher positiv wahrgenommen und andersherum.Um die eigenen Gefühle zu erkennen, muss man zu sich selbst ehrlich sein. Keine Komfortzone, keine Ausreden, keine Schuldzuweisungen. Die Gefühle müssen in jedem selbst wahr werden, man muss ihrer gewahr werden, jedes Gefühl annehmen und anerkennen. Positive wie auch negative Gefühle. Neid, Eifersucht oder Wut sind Gefühle, die echt und berechtigt sind. Diese Gefühle können auch Jugendliche verstehen und lernen, sie anzunehmen. Es ist okay, solche Gefühle zu haben.

Wichtig ist dann wieder der Schritt zurück in die Reflexion:

Nicht andere sind dafür verantwortlich, wenn ich das empfinde, sondern diese Gefühle kommen aus mir.

Woher kommen diese Gefühle? Was ist die zurückliegende Erfahrung, die das Gefühl auslöst?

Was machen diese Gefühle mit mir?

Kann ich dieses Gefühl annehmen als mein Gefühl, das nur in mir besteht?

Kann ich das Gefühl als »wahr« annehmen und in mir bewahren, an mir haften lassen,»wahr-haftig« werden lassen?

Und schließlich dieses Gefühl anerkennen und auflösen, indem ich es durch einen Wert aus mir selbst, mit meinem Selbst-Wert, ersetze.

Was ich damit meine, kann an Beispielen gezeigt werden: Ich empfinde Neid. Aber ich erkenne an, dass andere etwas haben oder schaffen und ich noch nicht. Meine Fähigkeit, Anerkennung zu geben und zu erhalten, wächst. Ich ersetze Neid durch Anerkennung.

Ich empfinde Unzufriedenheit. Aber ich erarbeite mir den Grund meiner Unzufriedenheit und lerne, das bereits Erreichte mit mehr Wert zu schätzen. Meine eigene Wertschätzung steigt. Ich ersetze Unzufriedenheit durch Wertschätzung.

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben eine Kette von Einsichten entstehen lassen,

die aus einem mutlosen und unselbstständigen Drogenabhängigen einen erfolgreichen, positiven und glücklichen Menschen gemacht haben:

Erkenne die eigenen Gefühle.

Verstehe die Werte in Deinem Leben.

Übernimm Verantwortung für Deine Gefühle.

Löse negative Gefühle durch positive Gefühle auf.

Setze Dir Ziele.

Lebe in Liebe und Wahrheit.

Das gesunde Selbstwertgefühl im Mittelpunkt

Wer kennt es nicht, manchmal fühlt sich das Leben wie ein Auto an, bei dem wir nur in den zweiten Gang schalten können, weil die höheren Gänge klemmen. Das Leben kommt nicht richtig in Fahrt, wir sitzen zu Hause, verkrampfen aufgrund von Ängsten, Selbstzweifeln und dem ständigen Streben nach der positiven Meinung anderer. Andere führen ein schönes Leben, haben Spaß, Freunde und Selbstbewusstsein im Überfluss.

So oder ähnlich geht es besonders vielen Jugendlichen. Aber es ist wichtig, so ein Verhaltensmuster abzulegen, weil wir nur dieses Leben haben und es schnell vorbei ist.

Grundgedanken, die Jugendlichen für ein gesundes Selbstwertgefühl mitgegeben werden sollten, sind etwa:

Probiere es mit Anerkennung für Dich selbst und schau, was passiert.

Es geht nicht darum, besser zu sein als andere. Es wird immer irgendwo jemanden geben, der besser ist. Der einzige Mensch, mit dem Du Dich messen solltest, ist der Mensch, der Du gestern warst.

Die meisten Menschen überschätzen, was sie nicht sind, und unterschätzen, was sie sind.

Du bist sehr machtvoll. Aber nur, wenn Du weißt, dass Du es bist.

Wenn Du erkennst, dass es Dir an nichts fehlt, gehört Dir die ganze Welt.

Wir dürfen uns nicht durch die begrenzten Vorstellungen, die andere von uns haben, einschränken lassen.

Ganz wichtig ist, dass zwar manchen Menschen ein gewisses Maß an Selbstvertrauen in die Wiege gelegt wird, es aber auf jeden Fall möglich ist, sich Selbstvertrauen wie eine Fähigkeit anzueignen und zu trainieren. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass Videoworkshop seine erfolgreiche Möglichkeit hierfür bieten. Die Selbstreflexion und der Perspektivwechsel sind technisch bedingt schon eingebaut und die einmaligen Erfahrungen beim Filmdreh und die Begeisterung für anspruchsvolles, technisches Equipment begeistern Kinder und Jugendliche in höchstem Maße.

Praxis der Prävention und Intervention in Schule und Unterricht

Ich möchte Lehrkräfte und generell alle mit Kindern und Jugendlichen Betraute, ob in Schule, Verein, Ausbildung oder Ehrenamt, ermutigen, ein Leben in Leichtigkeit zu führen, mit Liebe und Wahrheit. Und im Besonderen alle Eltern, die damit den vielleicht wichtigsten Beitrag für ein glückliches und selbstbestimmtes Leben der Kinder leisten. Lehrkräfte können als Lernbegleiter wertvolle Hilfestellung geben. Die besondere Situation der Schule kann aber auch einiges schwieriger machen und die eigenen oder auch gemeinsamen Erfahrungen können den Blick verstellen. Eine externe Hilfe oder externer Rat von Fachkundigen für Vortrag, Input oder Workshop ist meist besser geeignet, neue Sichtachsen zu erschließen und eine Selbstreflexion aller Beteiligten zu ermöglichen. Damit Lehrkräfte einige Ideen bekommen, welche Herangehensweisen und Methoden von mir und anderen Sucht-Experten erfolgreich angewendet wurden und wie Sie Sucht-Prävention fächerübergreifend umsetzen können, möchte ich im Folgenden einige Praxisbeispiele aufzeigen und Referentinnen und Referenten vorstellen, die Bundes weit für das Thema Suchtprävention unterwegs sind. Von diesem Erfahrungsschatz können Schulen auf vielfältige Art profitieren.

Praxisbeispiele

Der Kurzfilm-Workshop.

Bei Kurzfilm-Workshops kann man verschiedene Rollen vor und hinter der Kamera selbst erleben. Und es werden Kreativität, Teamwork, Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit und vieles mehr benötigt, um die selbst geschriebene Geschichte im Kurzfilm zu erzählen.

Die Teilnehmer können ihren Anteil am Teamergebnis selbst bestimmen und ganz praktisch im Film verschiedene Sichtachsen einnehmen – auf die Szene und auf sich selbst. Im Zwei-Tage-Workshop werden sechs verschiedene Schritte durchlaufen:

(1) Sensibilisierung – für sich selber und andere Teilnehmer.

(2) Einfühlen – in verschiedene Rollen im Film und verschiedene Gefühls- und Denkwelten.

(3) Selbstreflexion – im eigenen Tempo die eigenen Rollen verstehen.

(4) Kreativität – ein Storyboard erarbeiten und etwas Neues entstehen lassen.

(5) Teambildung – jeder trägt zum gemeinsamen Ergebnis bei und entwickelt ein Teamgefühl.

(6) Anerkennung – mit dem eigenen Projektergebnis erfahren die Teilnehmer Lob und Anerkennung.

Eingerahmt von Gesprächen und mit pädagogischer Unterstützung können Jugendliche eigene Erfahrungen wiedergeben und sich selber auf die Suche nach Sinn und Glück für ihr Leben machen. So entsteht bei diesem Projekt ein Kurzfilm, in dem die Jugendlichen alle Rollen vor und hinter der Kamera übernehmen.

Bewusstmachung und konfrontatives Lernen

Es gibt viele immer wiederkehrende Aspekte, warum Jugendliche ersten Kontakt mit Drogen haben oder eine Suchtproblematik entwickeln. Dazu zählen Gruppenzwang, schlechte Vorbilder, Schlank sein wollen, Entspannung, geringes Selbstbewusstsein, Neugier, Stress, Probleme, älter wirken wollen uvm. Diese und weitere Motive können in Rollenspielen erkannt und durchgespielt werden, um Jugendliche mit falschen Annahmen und Rollenverhalten zu konfrontieren und die Möglichkeit zu geben, zu eigenen und freien Entscheidungen zu kommen. Viele der unten aufgeführten Fach-Referentinnen und Fach-Referenten bieten hierzu Workshops an.

Bildung eines Suchtpräventionsteams

Ein erster Schritt eines Suchtpräventionsteams ist, ein schulinternes Fortbildungs angebot zu suchtpräventiven Themen zu gestalten, das offen ist für Lehrende und auch für Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern, schulpsychologische Fachkräfte, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter oder andere Fachkräfte. Diese Interessentengruppe wird von Fachkräften geschult in Themen wie Erkennen von Suchtmittelkonsum und Suchtverhalten, Präventionsmaßnahmen und Finden von Hilfsangeboten wie z.B. Suchtberatung, Erziehungsberatung, Jugendamt. Das Suchtpräventionsteam kann unterstützende Einzel- und Teamberatung zur Planung und Umsetzung von Unterrichtsvorhaben und Projekten anbieten oder selbst Projekte entwickeln.

Das Bereitstellen von Unterrichts- und Informationsmaterialien und Handreichungen kann ebenso zu den Möglichkeiten gehören, wie Elternabende oder andere Aktivitäten voranzutreiben.

Projektwoche

Projektwochen bieten für alle Klassen die Möglichkeit, alters adäquate Herangehensweisen für die Themen Sucht und Drogen zu finden. Wichtige Inhalte sind dabei

Aufklärung und Information, damit Kinder und Jugendliche Verharmlosungsstrategien etwas entgegenstellen können;

Gesundheitliche und juristische Konsequenzen von Sucht und Drogenkonsum;

Stärkung der Persönlichkeit;

Lernen von Vorbildern;

Verantwortung für das eigene Handeln und Leben zu übernehmen.

Vor Beginn einer Projektwoche empfiehlt es sich, die Eltern zu informieren und etwa die Termine der Expertengespräche bekannt zu geben und auch gegebenenfalls über Sorgen und Ängste ins Gespräch zu kommen. Eltern sind zwar oft froh und entlastet, wenn in der Schule dieses Thema aufgegriffen wird, befürchten aber, dass Jugendliche gerade erst animiert werden, legale oder illegale Drogen zu probieren. Die Möglichkeit von Kontakt mit z. B. Cannabisprodukten schließen Eltern bei anonymen Umfragen oft nahezu aus.

Hier klaffen mitunter die Einschätzungen der Eltern sowie auch der Lehrkräfte und die Realität der Kinder auseinander. Viele weitere Ideen und Praxisbeispiele können eine Reihe von Kolleginnen und Kollegen weitergeben, die im Themenfeld Suchtprävention auf verschiedene Arten aktiv sind. Viele sind in einem neu entstandenen Netzwerk für Suchtprävention aktiv, der F-Foundation.

Das Selbstverständnis der F-Foundation (https://www.f-foundation.org):

»Wir verstehen uns als moderne, gemeinnützige, interdisziplinäre und proaktiv-philanthropische Organisation. Unser Ziel ist es, das Phänomen der Sucht durch das Erzählen unserer eigenen Kranken- und vor allem unserer Heilungsgeschichten zu präventiv zu wirken.

Unter www.f-foundation.org finden Sie zahlreiche Experten und Fachreferenten, die Suchtprävention zu ihrem Thema gemacht haben und für Schulen verschiedene Angebote haben wie Vorträge, Lesungen, Theaterprojekt oder aktive Workshops.

Fach-Referentinnen und – Referenten für Präventions -Angebote

Mathias Wald – Leichtigkeit und Schwere

Kurzvita:

Mathias Wald ist Fotograf, Filmemacher und Inhaber einer Werbeagentur in Fulda mit fünf Mitarbeiter/-innen und Auszubildenden. Doch vor seiner erfolgreichen Karriere als Unternehmer war er drogenabhängig – inklusive einer drogenindizierten Psychose mit Schizophrenie, Wahnvorstellungen und einem zweijährigen ambulanten Klinikaufenthalt. Heute ist Mathias Wald neben seiner Tätig